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Freitag, 6. Juni 2008, 23:33

Wanderungen auf La Palma

Hallo,

ich würde gerne eine Thread aufmachen in den man Wanderwege beschreibt und die Informationen immer aktualisiert.

Ob der Forenbetreiber lieber einen eigenen Bereich dafür machen will und jeder Wanderweg einen eigenen Thread mit den Erweiterungen erhält oder alles hier rein soll kann ja noch überlegt werden.

Ich möchte das zum einen machen weil ich über die Jahre selber nicht mehr alles genau in Erinnerung habe, also für mich zur Erinnerung und zum anderen um auch aktuelle Zustände zu erfahren, Erfahrungen anderer nachzulesen usw.

Oft sind mir die Angaben über Wanderzeiten in diversen Wanderführern zu ungenau. Bei dem was ich schreibe gehe ich von unseren Zeiten aus.
Wir sind 45/55 Jahre alt und Zuhause eigentlich wenig bis gar nicht sportlich, so wie viele Urlauber hier.

Früher haben wir schon einige große Touren gemacht aber jetzt nur noch zweimal im Jahr, hier und in der Schweiz. So haben wir sehr wohl vernünftige Bergschuhe usw. aber eben keine überdurchschnittliche Konditionen, so dass unsere Zeiten leicht zu schaffen sind.

Ich stelle jetzt mal eine Tour rein, sollte das Interesse finden würde ich bei Lust und Laune auch mehr schreiben oder eben anderer Wanderer
Gruß Andreas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kaeptnboeff« (14. September 2010, 11:49)


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Freitag, 6. Juni 2008, 23:35

Wanderung von der Cumbre Nueva ( Reventon Paß 1435m )
zum Punta de los Roques ( Refugio 2094m )


Die Wanderroute würde ich als mittelschwer (gute Steigung) bezeichnen, der Weg ist sonst leicht begehbar und im guten Zustand.
Die Wanderzeit beträgt unter oben beschriebenem Tempo ca. 2:40 Sunden zur Hütte und etwa 2 Stunden zurück inkl. der Pausen und Fotostops.
Hinzu rechnen muss man die Aufenthaltszeit an der Hütte.

Mitnehmen sollte man unbedingt ausreichend Wasser (ca. 1 Liter pro Person), Sonnenschutz, Kappe, Fernglas und Kamera mit guten Weitwinkelobjektiv (Tele könnte man zwar aus an ein, zwei Stelle brauchen aber zuviel Gepäck lohnt nicht), als Imbiss würde sich La Palma Käse, Brot, Tomaten und Bananen anbieten. Wer über den Cumbre Nueva geht sollte auch einen Pullover dabei haben je nach Jahreszeit.

Es gibt mehrer Möglichkeiten diese Tour zu starten.
Oft wird sie von El Paso aus als Wanderung beschrieben.
Ermita de la Virgen del Pino als Startpunkt, eine kleine Kirche oberhalb von El Paso in der Nähe der Zufahrt zur La Cumbrecita.
Allerdings ist der Weg zum Reventon Paß schon recht anstrengend und über 500 Höhenmeter sind zu bewältigen, also 2 bis 2,5 Stunden muss man dafür rechnen. Bei Sommerhitze nicht zu unterschätzen.

Besser ist es von El Paso aus in die Richtung El Pilar zu fahren, etwa 20-30 Minuten bis zum Rast- und Grillplatz oben auf dem Paß. Oberhalb des Grillplatz geht in einer Rechtskurve links ein breiter unbefestigter Weg ab. Das ist der südliche Punkt der Cumbre Nueva.

Die Cumbre Nueva ist meist in Wolken und hat Temperaturen die deutlich niedriger sind als anderswo, aber nicht abschrecken lassen, es wird schon noch sehr heiß auf der Tour.
Allerdings haben wir die Cumbre schon in den unterschiedlichsten Bedingungen befahren, im Regen, bei Hitze ohne Wind oder in dichten Wolken und sehr starken Wind.

Die Cumbre Nueva ist von ihrem südlichen Punkt aus bis zum Reventon Paß ca. 6,5 km lang. Seit Jahren (12 Jahre kennen wir sie) in kaum veränderten (leichte Verbesserung) zum Teil schlechten Zustand.


(Foto von 2002)

Wer gut mit einem Auto umgehen kann oder ein geländetaugliches Fahrzeug hat kann versuchen zum Reventon Paß zu fahren. Aber besser vorher die Bodenfreiheit prüfen und die Lage der Ölwanne begutachten. Wir haben diese Tour schon öfter gemacht und sind immer mit dem Auto gefahren.

( Kommt nicht gut rüber aber man beachte wie die Kamera wackelt )

Ist die Strecke durchgehend nass oder kurz nach dem Winter, sollte man sie besser nicht befahren.
Für die Fahrt (6,5 km) sollte man ca. 30 Minuten einrechnen.
Alle anderen müssen halt die Strecke zu Fuß gehen.
Bei Wolken und Wind sollte man noch etwas dickes zum Anziehen haben, vor allem wenn man nachher von oben aus der Hitze runterkommt.

Klick mal sanft hier



Los geht es also am Reventon Paß, wo man das Auto stehen lässt, meist stehen schon ein, zwei Autos dort.



Auch der Wanderweg von der Ermita de la Virgen del Pino kommt hier an.



Wenn es Wolken am Paß gibt kann man davon ausgehen das nach ca. 20 Minuten wandern die Sonne durchkommt und es deutlich wärmer wird.

Wir sind losgegangen bei dichten Wolken und ca. 11° Grad. Um uns nicht unnötig zu beschweren haben wir auf Jacken und ähnliches verzichtet, wohl wissend das es bald richtig heiß wird (es wurde ca. 15° wärmer) Bergschuhe gut geschnürt (im Auto :-) ), Rucksack mit ausreichend Wasser! und Brot, Käse und Bananen gepackt, zügig los marschiert.
Den linke Weg eingeschlagen mit dem Wegweiser „Pico de la Nieve“



Nach ca. 20 Minuten ist der Fahrweg zu ende und es geht über einen gut ausgebauten und markierten Wanderweg weiter. Weiter oben kann man noch sehen wie der Weg von umgefallenen und zerschittenen Bäumen eingesäumt ist.



Es wird im Park so belassen und nur der Weg freigehalten. Für die umgefallenen Bäume ist ein Sturm von 2006 verantwortlich gewesen.



Kurz darauf wird man die ersten Lichtblicke sehen meist über der Taburiente an deren Rand man ja die ganze Zeit entlang wandert.
Man befindet sich während der ganzen Wanderung im Nationalpark und so sollte man sich auch verhalten.



Während meist die Sonne von oben brennt, kommt vom Osten möglicherweise starker Wind, so das man die Hitze nicht so spürt aber trotzdem gut mit Sonnencreme einreiben.
Wenn doch kein Wind kommt, sorry da muss man dann durch.

Alsbald bald kommen rechts und links vom Wanderweg die ersten schönen Aussichten.
Mit etwas Glück hat man gegen Osten einen dichten Wolkenteppich und kann in der Ferne den Teide auf Teneriffa sehen.



Im Westen wird es in der Regel frei sein und man bekommt den ersten Überblick über El Paso und Los Lanos.



Zunächst geht es dann recht zügig hoch, nach 1,5 Stunden hat man dann den Pico Ovejas auf 1854 m erreicht. Über 400 Höhenmeter sind geschafft.



Von dort aus kann man den Taleinschnitt und Parkplatz der La Cumbrecita sehen



und rückblickend den Wolkenvorhang über die Cumbre Nueva



Nach fast weiteren 200 Höhenmeter und Insgesamt 2 Stunden und 10 Minuten ist man am Pico Corralejo auf 2044 m.



Wenn man dann um die nächste Kurve biegt sieht man das erste mal das Ziel, die Hütte.
Dauert aber noch 20-30 Minuten bis man dort ist.



Und es geht das erste mal wieder bergab, ein ganzes Stück aber keine Angst sogleich geht es dann wieder hoch zur Hütte. Das letzte Bergaufstück besteht aus viel Geröll, also vorsichtig gehen mit den müden Beinen. 2094m, über 550 Höhenmeter sind geschafft.



Von da oben hat man eine schöne Aussicht aber zunächst mal hinsetzen und was trinken und essen.
Aber aufgepasst, diese Gesellen lassen sich gerne füttern und verschwinden auch schon einmal im unverschlossenen Rucksack.


Bei weniger schönem Wetter kann man auch in die Hütte gehen, ist immer geöffnet, die Türen gehen etwas schwer.
In der Hütte kann man sich dann auch in das Hüttenbuch eintragen oder mal lesen was andere so schreiben. Das Buch ist natürlich über die Jahre öfters erneuert worden.

Gegen Westen kann man schon die ganze Zeit den Pico Bejenado (1857m) sehen.
Etwas unterhalb den Parkplatz der la Cumbrecita.







Das ist der oberer Teil der Cascada de Colores, den man sonst nicht sehen kann.



und der Idafe.



Da ich kein Teleobjektiv auf der Kamera hatte ist das der max. Vergrößerungsbereich.
Hier kann man auch stark vergrößert den Desfondada Wasserfall (Mirador de la Fondada) sehen.



Gegenüber kann man die Kuppeln der Sternwarten sehen.





Irgendwann geht es dann zurück, gestärkt und mit deutlich leichterem Rucksack dauert der Rückweg ca. 2 Stunden.

Gruß Renate und Andreas
Gruß Andreas

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Freitag, 6. Juni 2008, 23:49

Hallo Pille,

Den hatte ich hier schon mal gepostet. Aber vielleicht klappt es ja, diesen Wander Thread endlich einmal am Leben zu halten. Deshalb noch mal.

Ich empfehle zum Anfangen den „Klassiker“ unter den Wanderungen.

Caldera de Taburiente

Es gibt mehrere Möglichkeiten diesen gewaltigen Erosionskrater zu entdecken.

Mit dem Mietwagen, oder Taxi bis runter ins Flussbett fahren, am Parkplatz geht’s los. Gute Hufe umschnallen, ist zum Teil etwas „geröllig“ im Bachbett. Vom Parkplatz aus immer im oder am Bachbett entlang laufen. Bei Hochwasser besser nicht, außer Du hast Dein Faltboot mit dabei. Nach ca. 1,5 Stunden erreichst Du das Wehr bei Dos Aguas. Das ist da, wo zwei Bäche zusammenfließen. Dort musst Du dich dann entscheiden. Hast Du bei der Naturparkverwaltung eine Genehmigung zum Übernachten eingeholt und Dein Zelt mit Schlafsack dabei, geh nach links und folge dem ausgeschilderten Weg. Nach weiteren ca. 2 bis 3 Stunden kommst Du dann am sogenannten „Campingplatz“ an. Diesen Sonnenaufgang am nächsten Morgen wirst Du Dein ganzes Leben nicht vergessen, den Muskelkater auch nicht. :-D Hast Du die Erlaubnis zur Übernachtung nicht eingeholt, oder willst zum Dinner Abends wieder zu Hause sein, läufst du bei Dos Aguas nach rechts. Nach ca. 30 Minuten kommst Du an die Cascada de Colores. Auch sehr schön. Das ganze geht auch von Los Brecitos aus. Ein Shuttlebus fährt ca. alle halbe Stunde nach oben. Von dort aus geht es dann fast ständig bergab und Du kommst irgendwann hoffentlich wieder am Parkplatz neben dem Bach raus. Auch sehr schön, aber nicht unbedingt was für Meniskusgeschädigte. Das ganze gibt’s für eine Handvoll Euros auch geführt.

Ahoi und Grüße

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Samstag, 7. Juni 2008, 00:31

Wanderungen auf La Palma

Das ist eine prima Idee Pille ! Und ich jubiliere innerlich :-D dadurch kann sich La Palma viel mehr helfen als durch dummes GEREDE !!

=D> Ich denke Madeira hat seine Chance warum sollen wir die nicht haben.

Mir träumt ja davon das hier im Tourismusbüro eine/r dafür zuständig ist der/die Datenpflege betreibt und zwar immer wenn man einen Wanderweg wieder hergerichtet hat den als solchen ausweist(und direkt nicht erst ein oder mehrere Jahre später :twisted: ) ! Desweiteren sollten die Daten im www frei verfüglich sein. Meines Erachtens liegt die Zukunft des Tourismus bei den den Wandersleuten und Bikern(jedenfalls hier bei uns).

Über Wanderungen werde ich gerne auch berichten.

Liebe Grüsse

wetterfest07

Forenmitglied

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Beruf: Dipl. Geograph

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5

Samstag, 7. Juni 2008, 11:39

superidee und gut finde ich auch dabei zuschrieben, wie sportlich/fit man selbst ist, damit man sich als leser einen objektiveren eindruck verschaffen kann..... (siehe meinen beitrag zur piratenbucht, laufe den weg nächstes jahr nochmal mit einer gruppe).

dank der tollen tipps hier, habe ich auch gestern mal in dem neuen rother wanderführer geblättert, viele spannende neue touren wie hier ja auch schon berichtet wurde, da bin ich sehr gespannt wenn es erste erfahrungen gibt..... werde nächstes jahr 3 wochen auf la palma sein und will dann auch mal enige neue kennenlernen.

lg
helmut

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Samstag, 7. Juni 2008, 18:51

Ich begrüße nachdrücklich deine Idee, einen Thread für Wandervorschläge aufzumachen, Pille.

Meine Frau und ich sind mehrfach zum Refugio de la Punta de los Roques hochgestiegen.
Von der Ermita aus ist es schon recht beschwerlich und die Fahrt mit dem Auto vom Refugio del Pilar zum Reventon möchten wir einem Mietwagen ( und den vielen Wanderern) nicht ein zweites Mal im März/April zumuten.

Eine Alternative bietet sich an. Man fährt mit dem Auto Rtg. Muchachos und parkt seinen Wagen bei Kilometer 25 ( nicht bei 22.5 wie im Rother Wanderführer vermerkt). Dort ist ein kleiner Parkplatz.

Von dort steigt man auf bezeichnetem Weg Rtg. Pico de la Nieve.Nach etwa 40 Minuten erreicht man den GR 131.Die Aussicht dort ist fantastisch.



Weiter geht es dann auf der GR 131 am Pico de la Sabina vorbei, hinunter zur Degollada del Rio, hinauf zur Pietras del Catre.



Nach insgesamt 2,5 Stunden hat man dann das Refugio erreicht. Für den Rückweg muss man noch mal 2 h einkalkulieren.

( Vermerk: Wir steigen recht zügig und unterbieten eigentlich immer die im Rother Wanderführer angegebenen Zeiten. Wer es gemütlicher angehen läßt, sollte eine Stunde mehr einkalkulieren )

7

Samstag, 7. Juni 2008, 20:01

Zwischen Degollada del Rio und Refugio. ( Beim ersten Mal klappte das Hochladen nicht)



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Sonntag, 8. Juni 2008, 10:37

Wanderungen auf La Palma

:-D Klasse Campero !

9

Sonntag, 21. Dezember 2008, 17:40

Frei nach meinem Vorgänger gebe ich mal folgende Devise aus:

Die Zauberhaftesten Gärten der Hesperiden findet man.....in Las Tricias


Diese kleine Fotoreportage ist als Spaziergang im Rother Wanderführer beschrieben. Man kann die Runde in Anderthalb Stunden forschen Schrittes hinter sich bringen.

Wir hatten an diesem Tag viel Zeit und waren nach dem Motto unterwegs:

Es macht wenig Sinn, einen Langsamen auch noch zur Schnecke zu machen...



und sind die Strecke gemächlich in dreieinhalb Stunden gegangen. Beginn dieses Spazierganges ist die Kirche am Dorfplatz von Las Tricias.



Etwa 30 m oberhalb der Kirche steht ein Schild mit der Aufschrift „ Cuevas Burracas“. Der Weg führt unmittelbar unterhalb des Dorfplatzes vorbei Richtung Barranco Izcagua und mitten hinein in die ersten Gärten.





Der Barranco Izcagua ist Fotografisch fast nicht in den Griff zu bekommen, auf jeden Fall zeigt dieses Foto bei weitem nicht die Steilheit und die Tiefe der eingeschnittenen Landschaft.





Man umrundet diese alte Gofiomühle und wechselt auf der anderen Seite des Lomo´s in ein anderes Tal.



Dieser geschützte Barranco empfängt einen mit dem wachenden Falken und der wahrscheinlich größten Dichte an „Frei lebenden Drachenbäumen“ die es auf den ganzen Kanaren noch gibt.









Las Tricias liegt zwischen dem fast Windstillen Puntagorda und dem oft Sturmgepeitschten Garafia, und auf dem Weg zu den Burracas Höhlen, lugte das Garafiawetter immer einmal wieder um die Ecke.



Am Umkehrpunkt erreicht man dann die Burracas Höhlen mit Ihren Petroglyphen aus der Zeit der Ureinwohner und den Höhlenquellen.









Auf dem Rückweg geht es dann wieder auf anderem Pfad zurück durch die Gärten



vorbei an Häusern, wo böse Geister vertrieben werden



und den überall präsenten Drachenbäumen



bis zum Ausgangspunkt an der Kirche. Viel Spaß beim Nachwandern.

Fotogalerie

Ahoi und Grüße
Die Zeit ist eine hartnäckige Illusion - Albert Einstein

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kaeptnboeff« (4. Januar 2010, 09:31)


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Sonntag, 21. Dezember 2008, 17:58

Danke für die Bildserie, Kaeptnboeff.

Die Landschaft um Las Tricias gehört zweifellos zu den schönsten Gegenden La Palmas.

11

Sonntag, 21. Dezember 2008, 18:19

Ebenfalls danke, Kaeptn, für die schönen Bilder. Es ist schon einige Jahre her, seit wir diese Wanderung gemacht haben. Beim Ansehen Deiner Fotos steigen aber sofort wieder die Erinnerungen hoch - und auch ein gewisses "Fernweh" (gerade angesichts des Winters hier).

wetterfest07

Forenmitglied

Beiträge: 45

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Beruf: Dipl. Geograph

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12

Sonntag, 21. Dezember 2008, 19:28

schöne bilder käptn.............

als wir dort vor 2 jahren waren gab es dort auch eine aloevera open air bar wo wir super fruchtsäfte und eben aloevera säfte getrunken haben....... und wir waren auch ganz runter zum meer zum baden, was aber schon ein sehr anstrengender weg war.....

lg
helmut

13

Sonntag, 21. Dezember 2008, 21:49

Toll,

die Strecke haben wir vor einigen Jahren mal gemacht, nicht allzuschwer, allerdings sollte man bei Hitze genug Wasser dabei haben, was wir nicht hatten.
Ich suche mal nach den Fotos, da gibt es einige sehr schöne.
Gruß Andreas

14

Montag, 22. Dezember 2008, 09:27

Hallo Helmut,

die Aloe Vera Bar gibt es noch, und die scheint gut frequentiert zu sein. Weiter oben im Dorf gab es an diesem Tag auch noch eine Einladung zum Paella Essen, die wir aufgrund unserer mitgebrachten Bocadillos leider nicht wahrnehmen konnten.

Auf Pilles Fotos bin ich auch gespannt.

Ahoi und Grüße
Die Zeit ist eine hartnäckige Illusion - Albert Einstein

Walter Geis

unregistriert

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Sonntag, 25. Januar 2009, 11:00

Guten Tag, als Forum-Neuling grüße ich alle Mitglieder.
Im Mai bin wieder auf der Insel und möchte als "Einzelgänger" die Route: Les Brecitos - Zeltplatz - Parkplatz Furt laufen, da ich im verg. Herbst dort mit einer Gruppe unterwegs war. Wäre gerne an einigen Stellen länger geblieben, ging in der Gruppe - logsch - nicht. Danach sind mir auch noch meine Aufnahme durch Festplattenverlust abhanden gekommen.
Frage: Kann / darf man den Weg auch alleine gehen (man ist dort ja eigentlich nie alleine) oder soll man sich grundsätzlich an die Ratschläge in den Wanderführern halten?

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Sonntag, 25. Januar 2009, 11:20

Wichtig ist, dass das Wetter stabil ist. In diesem Falle würde ich die Tour auch alleine machen. Aber das muss natürlich jede/r für sich selbst entscheiden! In diesem Sinne will ich auch keinen Ratschlag geben, sondern nur sagen, dass ich es tun würde...

Und: Handy nicht vergessen! Der internationale Notruf 112 funktioniert auch auf La Palma.

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Sonntag, 25. Januar 2009, 12:33

Hallo Walter,

willkommen bei uns im Forum.

Ich rate Dir von Deinem Vorhaben ab. Regelmäßig kommen Personen in der Caldera zu Tode oder erleiden schwere Verletzungen.

Wenn es auch nur ein „Kleines“ Gebirgsgebiet ist, darf man La Palma und vor allem die Caldera niemals unterschätzen. Es handelt sich dabei definitiv um ein hochalpines Gebiet, wenn auch ohne Gletscher und meist auch ohne Schnee. Das Wetter kann im Kessel innerhalb einer Stunde komplett umschlagen, auch wenn es frühmorgens noch so aussah, als gäbe es den ganzen Tag bestes Wetter. Vor etwa 4 Jahren kam ein äußerst erfahrener Wanderführer bei einem Sturz im Kessel ums Leben. Man hat Ihn erst fast zwei Jahre später gefunden. Davor gab es einen Toten bei einer geführten Wanderung. Die Gruppe wurde in der Caldera vom Regen überrascht und beim Versuch, den Rio Taburiente zu überqueren wurde eine Person von den Wassermassen erfasst und bis ins Meer gespült. Ich bin vor Jahren bei einer Wanderung in der Caldera nähe „Cascada de Colores“ und das ist nicht sonderlich weit im Kessel drin, nur knapp einem Steinschlag entkommen. Auch kannst Du Dich nicht darauf verlassen, das Du überall in der Caldera Mobilfunkempfang hast. Zu guter letzt gelten auch auf La Palma die sechs wichtigsten Regeln für Bergwanderungen:

1. Planen Sie jede Bergwanderung sorgfältig!
2. Gehen Sie nie alleine auf eine Bergwanderung!
3. Achten Sie auf eine geeignete und vollständige Ausrüstung!
4. Informieren Sie Dritte über Ihre Tour und melden Sie sich bei der Ankunft am Ziel zurück!
5. Beobachten Sie ständig die Wetterentwicklung!
6. Kehren Sie im Zweifelsfall um!

Dann noch speziell für La Palma: Melden Sie Ihre Wanderung bei der Verwaltung des Nationalparks im Haus der Verwaltung oberhalb von El Paso an.

Ahoi und Grüße
Die Zeit ist eine hartnäckige Illusion - Albert Einstein

wetterfest07

Forenmitglied

Beiträge: 45

Wohnort: Mainz

Beruf: Dipl. Geograph

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18

Sonntag, 25. Januar 2009, 19:14

käptn hat recht......... in die berge alleine zu gehen ist gegen jede bergsteigerische regel!
dann suche dir doch lieber für die tour einen tourpartner....

eine gute ausrüstung und ein handy gaukeln nur scheinbare sicherheit vor....
es gibt soviele besipiele wo einzelwanderer grund- und sinnlos schaden genommen haben...... absolute sicherheit gibt es nie in den bergen, wohl dem der im notfall nicht alleine ist.......
lg
helmut

19

Sonntag, 25. Januar 2009, 19:35

Zitat von »"wetterfest07"«

......... in die berge alleine zu gehen ist gegen jede bergsteigerische regel!


Bitte keine Verallgemeinerungen. Es gibt sehr viele Beispiele von Einzelbergsteigern (darunter sogar berühmte), die sich dagegen verwahren würden, dass dies "gegen jede bergsteigerische Regel" ist. Ich bin zwar nur ein einfacher Bergwanderer, aber ich war nicht nur in den österreichischen Alpen, sondern auch in den Bergern Teneriffas, La Palmas und La Gomeras alleine unterwegs. Es ist einfach ein besonderes Gefühl - die Einsamkeit in der großen Natur! Aber ich bin kein prinzipieller "Einzelgänger", sondern wandere meist zu zweit mit meiner Frau - in Gruppen eigentlich (fast) nie...

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Sonntag, 25. Januar 2009, 19:44

Man brauch sich nur den Fuß verstauchen, was ja auf den Felsen sehr schnell passieren kann und dann kommt gerade niemand vorbei.

Selbst schon erlebt dort. Zwei sind Pflicht!

Und wer dann noch lebend gefunden wird, wird in der Regel von diesen dreien wieder raus transportiert. :lol:

Gruß Andreas


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