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Schnappi4711

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  • »Schnappi4711« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 170

Wohnort: Deutschland, oft auf La Palma

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1

Freitag, 13. Juli 2018, 14:22

Wasseraktien

Hallo,
wie und wo kann man im Raum Tijarafe Wasseraktien erweben und was kosten diese ?
Gibt es hier Wartezeiten etc. ?

2

Freitag, 13. Juli 2018, 14:34

Hast du denn schon recherchiert, welche Wassergenossenschaft überaupt eine Leitung in der Nähe deiner Liegenschaft betreibt? Wie weit ist der Weg von der Genossenschafts-Leitung zu dir? Liegen viele fremde Liegenschaften zwischen deinem Grundstük und der Leitung? Darfst du deine private Leitung dort legen (Durchleitungsrechte)?
Am besten informierst du dich bei den unmittelbaren Nachbarn woher sie ihr Wasser bekommen.

3

Freitag, 13. Juli 2018, 19:16

wie und wo kann man im Raum Tijarafe Wasseraktien erweben und was kosten diese ?

@Schnappi,

die "Minaderos" bieten da ganz sicher was an, eventuell noch "Union Aguas de Garafia"(die haben ein Büro in Los Llanos). Du kannst aber auch beim Consejo de Aguas de La Palma in Santa Cruz nachfragen, welche Gesellschaften dort noch anliefern. Der Preis einer Aktie ist abhängig von der Menge der Lieferung und von aktuellen Umständen wie z. Bsp. Angebot und Nachfrage und auch wie bei richtigen Aktien von "Rahmenbedingungen", die der gesunde Menschenverstand nicht ermessen kann. Manchmal kann man auch Wasseraktien von einem Nachbarn erwerben, der Sie nicht mehr braucht, oder ein Nachbar verkauft Dir einen Teil seines Wassers. Es gibt Mengen ab 0,2 Liter pro Minute.

Bei Aguas de Garafia geht es ab 0,3 Liter pro Minute los. Das sind mas o menos 432 Liter pro Tag und das ist für bis zu 4 Personen völlig ausreichend. Bei uns reicht es auch noch für einen Kräutergarten und ca. 20 Obstbäume. Hast Du einen Pool oder großen Garten, musst Du entsprechend mehr ordern.

Wichtig ist, wie El Vienes schon schrieb, daß Du die Durchleitungsrechte über die Nachbargrundstücke oder entlang eines Weges oder einer Straße bekommst, denn die Leitung bis zum Verteiler der jeweiligen Gesellschaft legst Du und mußt die ganzen Kosten dafür selbst bezahlen. Unser Verteiler ist zum Beispiel fast einen Kilometer vom Haus entfernt... Auch die Speicherbehälter mit entsprechender Einhüttung gehen auf Dein Konto, das Wasser soll ja kühl und unverkeimt bleiben. Beim darauf folgenden Wassermanagement gibt es ebenfalls noch viel zu bedenken und zu Planen.


Aber dafür schmeckt das Wasser meiner Meinung nach viel Besser, als das Stadtwasser.

Hier gibt es etwas ältere, aber großteils noch aktuelle Infos dazu

Ahoi und Grüße
Die Zeit ist eine hartnäckige Illusion - Albert Einstein

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kaeptnboeff« (13. Juli 2018, 19:29)


4

Samstag, 14. Juli 2018, 22:54

Das "Wasserbüro" in Los Llanos heißt Riveyan S.L.
https://www.riveyan.es/contacto.aspx
Es befindet sich etwas unterhalb vom Mercado auf der linken Seite, wenn man die Treppen runter geht unten links .
Dort ist die ganze Verwaltung der verschiedenen Wassergesellschaften (wie z.B. Minaderos, Salto de las canas, Union de aguas Garafia, Sta. Teresa, und wie sie alle heissen. ) Wobei man fragen muss, welche Wasseraktien für das jeweilige Wohngebiet geeignet sind.

Seit einigen Monaten haben die ein "inmobiliaria y aguas"-Büro oben an der Enrique Mederos Nr. 29.

http://inmobiliariayaguas.es/
Dort meldet man sich, wenn man Wasser kaufen oder mieten will, es gibt auch eine Frau dort, die deutsch spricht.

Wenn man Glück hat, ist was im Angebot, oder man kann auch einen Suchauftrag aufgeben und wird dann benachrichtigt, wenn ein Angebot rein kommt.

Dort werden Käufer und Verkäufer zusammengebracht, und die Kaufverträge werden erstellt und einwandfrei abgewickelt.

Allerdings gibt es derzeit relativ wenig Wasser zu kaufen, weil nach den regenarmen Jahren kaum jemand verkauft. Und wenn doch Wasseraktien verkauft werden, dann ist das ziemlich teuer geworden, die Preise für Wasseraktien sind in den letzten 3 Jahren stark gestiegen.
Auch so kein Wunder, wenn man sich anschaut, wieviele neue Avocadoplantagen in allen Höhenlagen entstehen, die wollen alle genausoviel Wasser wie Bananen.

Im unteren "Wasserbüro" (Treppe runter) werden dann die Bankeinzugsaufträge gemacht für die jährlich zu zahlenden "cuotas", also die Wartungsgebühren für das Leitungsnetz der jeweiligen Gesellschaft. Und dort werden die "llaveros", die "Schlüsselträger", die Zugang zu den Hauptverteilern, den großen cajitas haben, instruiert, in welche Rohrleitung sie dann das gekaufte Wasser einspeisen müssen.

Ach ja und nicht zu vergessen: Oft braucht man zusätzlich zu den Wasseraktioen noch sogenannte "pase", übersetzt nennt man das "Durchlaufrechte". Das sind auch jeweils wieder "Aktien" für private Leitungsnetze, die gehandelt werden. Und ohne das entsprechende "pase" bekommt man sein Wasser meist nicht bis zum nächstgelegenen Verteiler, es sei denn, man hat das Glück, nahe an einem Hauptverteiler zu wohnen.

Wie schon geschrieben wurde, muss man natürlich immer zuerst sehen, wo
der nächste offizielle "Verteiler", meist genannt "cajita" ist, und ob
es dort noch einen freien Anschluss gibt, und von dem man dann seine
Privatleitung zu seinem Anwesen legen muss.

Am besten fragt man erst mal seine Nachbarn, wo die ihr Wasser her haben.

Diese private Wasserverteilung ist eine Wissenschaft für sich auf La Palma
Und im "Wasserbüro" wird einem meistens auch geholfen.

5

Sonntag, 15. Juli 2018, 07:45

Boniato, klasse! Genau das wird für mich im Herbst auch ein Thema sein. Leider ist die Homepage von inmobiliariayaguas noch im Aufbau.

Über mein Grundstück in Garafía verlaufen Leitungen einer Wassergesellschaft. Bei der Frage, wer die Kosten für eine Umverlegung trägt, habe ich erfahren, dass diese Gesellschaft eigentlich pleite ist. Also habe ich allein gezahlt. Natürlich bin ich jetzt ziemlich verunsichert, ob man mit dieser Gesellschaft überhaupt einen Vertrag abschließen sollte.

Hängen die Preise für die Wasseraktien nur von der Wassergesellschaft oder auch vom Ort ab?

Gruß
Nils

6

Sonntag, 15. Juli 2018, 16:56

Hallo Nils,

also wie das im Norden im Detail ist, weiss ich nicht.

Das Beste ist immer vor Ort die Nachbarn fragen, wie die es machen......mit den Leitungen, den Verteiler-Cajitas, usw.

Die Nachbarn wissen in der Regel auch, welche Gesellschaften in der Gegend überhaupt möglich sind.

Das können dir aber auch die Leute im Wasserbüro sagen.

Vor allem unten im Büro die Dame namens "Susa" kennt sich sehr gut aus.

Welche Gesellschaft ist das, von der Du Wasser kaufen möchtest und die Pleite sein soll?

Auch mit den Homepages ist es auf der Insel oft so ne Sache - die sind häufig nicht so gut wie wir es gewohnt sind. Aber immerhin hat man ne Adresse und eine Telefonnummer. Und wie gesagt - eine Dame im Büro ist Deutsche, was für die Verständigung hilfreich sein kann.

Die Preise von den Wasseraktien hängen ab von Angebot und Nachfrage.

Wer eine Aktie anbietet und verkaufen will, sagt, was er dafür haben will. Das kannst du dann zahlen oder lassen, verhandelbar ist das selten .

Derzeit eher wenig Angebot und relativ viel Nachfrage - also steigen die Preise.

Man kauft ja auch keine fest definierte Menge Wasser, sondern "una participación del total en que está dividida la comunidad".

Also einen Anteil an dem gesamten Wasser, das aufgeteilt wird auf die Gesamtzahl der Aktien der Gesellschaft.
Die Wassermenge kann deshalb übers Jahr und über die Jahre sowohl schwanken als sich auch grundlegend verändern.

Wenns viel geregnet hat, kommt mehr, wenn es nicht viel regnet und die Galerie weniger hergibt, kriegt man weniger. Logisch.

Deshalb ist es auch immer etwas schwierig, die Wassermenge zu bestimmen, die man wirklich kaufen soll.
Es gilt auch zu überlegen, dass der Garten, wenn man Bäume pflanzt, mit den Jahren eher mehr Wasser braucht. Größere Bäume brauchen mehr Wasser als kleine - und vor allem Avocados mögen reichlich Wasser. Die nehmen sich nicht viel mit den als Wasserschlucker verschrieenen Bananen.

Sinnvoll ist es meiner Meinung nach möglicherweise auch, sich zusätzlich einen Stadtwasseranschluss legen zu legen, so man einen bekommen kann.

Und einen ausreichend großen (geschlossenen) Tank, damit man mal eine Woche oder so ohne Zulauf auskommt, wenn wieder irgendwo eine größere "averia" ist.

Aber zurück zum Wasser-Kaufen:

In dem Wasser-Immobilien-Büro werden wie gesagt Käufer und Verkäufer zusammengebracht, und die Kaufverträge erstellt und abgewickelt.

Die Bezahlung erfolgt in der Regel in bar direkt vom Käufer an den Verkäufer bei der Unterschrift.

Einer von beiden zahlt dann meistens noch eine Abwicklungsgebühr an das Wasserbüro, in der Regel der, der zuerst an das Wasserbüro herangetreten ist.
Also wenn jemand von sich aus Aktien zum Verkauf angeboten hat, und du kommst dann und suchst Wasser und willst die kaufen, zahlt der Anbieter.

Wenn Du einen Suchauftrag machst, zahlst Du, wenn sie für Dich Wasser gefunden haben und der Vertrag zustande kommt.

Aber so viel ist die Vermittlungsgebühr nicht. Dafür hast Du den Service, die machen die Verträge und sorgen dafür, dass Du das Wasser auch bekommst und die Papiere ordentlich umgeschrieben werden.

Das Gute ist eben, dass dort alles professionell verwaltet wird und eigentlich kein "Schmu" mehr möglich ist mit dem Wasser so wie früher.

Ich weiss allerdings nicht, ob alle Wassergesellschaften der Insel dort vertreten sind.

Grüßle vom boniato

7

Sonntag, 15. Juli 2018, 18:08

Danke für den irformativen Antwort.

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