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1

Donnerstag, 24. Mai 2018, 15:38

Ciguatera

Uns ist in den letzten Tagen mal wieder ein Artikel über Ciguatera auf den Kanaren in die Hände gefallen, in dem beschrieben wird, wie bestimmte Fische vor dem Verkauf auf Fuerteventura labortechnisch untersucht werden:

https://www.fuerteventurazeitung.de/2018…en-tisch-kommt/

Wir hatten bereits im letzten Jahr an mehreren Stellen über Ciguatera auf den Kanaren gelesen:


https://www.n-tv.de/wissen/Zahl-der-Cigu…le19833706.html

http://www.kanarenexpress.com/1000003/10…article_tf.html

http://www.bfr.bund.de/de/presseinformat…opa-200656.html

Und sogar auf der Website des Gobiernos sind Fallzahlen aufgelistet:

http://www3.gobiernodecanarias.org/sanid…74-dd4e320f085c


Weiß jemand hier im Forum, wie mit diesem Thema auf La Palma umgegangen wird? Gibt es hier ähnliche Laboruntersuchungen wie auf Fuerteventura? Ist das überhaupt ein Thema auf der Insel? Bei den Symptomen, die Cingueta verursacht, steht ja zu vermuten, dass die Dunkelziffer von Fällen zigfach höher ist als das was offiziell gezählt wird.
Liebe Grüße aus Düsseldorf

Silke und Thorsten

2

Donnerstag, 24. Mai 2018, 16:18

@ Siltho ,
wenn ich das richtig verstehe ist diese Erscheinung Artenspezifisch , d.h. nur in "echten" Raubfischen
sammelt sich das Gift in grösseren Mengen an und kann dem Menschen gefährlich werden .

Goldbrassen zum Beispiel , ein auf den Kanaren recht häufiger Speisefisch , wären demnach nicht betroffen da sich diese
nur von Schnecken und Krebstieren ernähren .

Zu eventuellen Kontrollen der Behörden auf La Palma ist mir nichts bekannt .

3

Donnerstag, 24. Mai 2018, 16:41

Das Gift stammt von Dinoflagellaten (https://de.wikipedia.org/wiki/Dinoflagellaten), die auf Algen und Seetang in Riffregionen leben und reichert sich in allen Tieren an, die in der Nahrungskette weiter oben stehen. Deshalb sind vor allem die carnivoren Speisefische betroffen (z.B. Barracuda), da zwischen den Flagellaten und diesen Fischen einige Glieder in der Nahrungskette vorhanden sind.

Es reichen aber wohl schon sehr kleine Mengen für eine Vergiftung aus, die dann aber nicht so extrem ist. Wir haben einen Bekannten, der mal eine Ciguatera-"Epidemie" in einem Hotel auf Kuba erleben musste, weil der Koch dort zu einem festiven Anlass einen Riesenzackenbarsch zubereitet hat. Um dieses Erlebnis ist derjenige sicherlich nicht zu beneiden.

In tropischen Gegenden geht man mittlerweile auch sehr vorsichtig mit Frischfisch um, insbesondere wenn er aus Riffregionen stammt und eine bestimmte Größe übersteigt. Trotzdem schätzt man laut Wikipedia bis zu 500.000 Vergiftungsfälle pro Jahr.

Und jetzt müssen wohl offenkundig die europäischen Atlantikinseln die ersten Fälle hinnehmen....Klimaerwärmung, ick hör Dir trapsen...
Liebe Grüße aus Düsseldorf

Silke und Thorsten

4

Donnerstag, 24. Mai 2018, 17:31

Mmh, eigentlich gibt es auf La Palma ja gar nicht so viele verschiedene Fischarten, die üblicherweise in Restaurants als Frischfisch angeboten werden. Uns fallen da Dorada, Vieja, Sama, Lubina, Cherne und natürlich Alfonsiño im Puerto ein.

Ist zufällig ein Fischkenner hier, der weiß, ob das überhaupt in Riffgebieten lebende Fische und zudem noch Räuber sind?
Liebe Grüße aus Düsseldorf

Silke und Thorsten

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5

Donnerstag, 24. Mai 2018, 19:18

Z Bsp alle Barscharten, zu dem auch Lubina gehört, sind Räuber in Riffnähe……

Aber mal ganz ehrlich, ich gehe auch weiterhin gerne frischen Fisch essen und
fange diesen auch immer wieder selber mit der Angel...….

Natürlich kann irgendwo immer was passieren, aber Panikmache brauch ich auch nicht.
:thumbup:

Lebe das Leben und sei mit dem zufrieden was du hast.
Mehr als das braucht man nicht um leben zu können

:sekt:

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6

Donnerstag, 24. Mai 2018, 19:20

Ach etwas hab ich vergessen :

Wer hier in dem meisten Lokalen Lubina oder Dorade bestellt
ist zu 90 % einen Fisch, der nie frei im Meer gelebt hat.

Die kommen zumeist aus der Zuchtanlage von Tazacorte.
Diese werden, neben dem Fischmehl, auch mit Antibiotika
gefüttert...……...
:thumbup:

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Mehr als das braucht man nicht um leben zu können

:sekt:

7

Donnerstag, 24. Mai 2018, 20:09

Mmh, eigentlich gibt es auf La Palma ja gar nicht so viele verschiedene Fischarten, die üblicherweise in Restaurants als Frischfisch angeboten werden. Uns fallen da Dorada, Vieja, Sama, Lubina, Cherne und natürlich Alfonsiño im Puerto ein.

Ist zufällig ein Fischkenner hier, der weiß, ob das überhaupt in Riffgebieten lebende Fische und zudem noch Räuber sind?
Goldbrassen zum Beispiel , ein auf den Kanaren recht häufiger Speisefisch , wären demnach nicht betroffen da sich diese
nur von Schnecken und Krebstieren ernähren .
Siltho , wie ich bereits bemerkte dürfte die Dorada wohl nicht betroffen sein ...

8

Donnerstag, 24. Mai 2018, 21:05

Wie sieht es mit dem Gallo aus? Der wird jetzt auch oft angeboten.
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
Bertolt Brecht

9

Donnerstag, 24. Mai 2018, 21:20

"Die Letalität bei Menschen, die an Ciguatera erkranken, liegt bei etwa 0,1 Prozent" (Quelle: Wikipedia).

Dann werde ich weiter munter und bedenkenlos in den Speisefisch beissen.

10

Donnerstag, 24. Mai 2018, 21:53

Wie sieht es mit dem Gallo aus? Der wird jetzt auch oft angeboten.
der frisst auch andere Fische , könnte also betroffen sein ....

11

Donnerstag, 24. Mai 2018, 22:08

Ach etwas hab ich vergessen :

Wer hier in dem meisten Lokalen Lubina oder Dorade bestellt
ist zu 90 % einen Fisch, der nie frei im Meer gelebt hat.

Die kommen zumeist aus der Zuchtanlage von Tazacorte.
Diese werden, neben dem Fischmehl, auch mit Antibiotika
gefüttert...……...
Verdad !

Nauticcus

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12

Freitag, 25. Mai 2018, 00:52

Wer hier in dem meisten Lokalen Lubina oder Dorade bestellt
ist zu 90 % einen Fisch, der nie frei im Meer gelebt hat.


Trifft auf Dorade ziemlich sicher zu. - Nach dem Massenentkommen der Lubinas aus der Tazacorte Fischfarm vor einigen Jahren, sollen die sich ausserhalb der Aquafarm reichlich vermehrt haben, weil sie angeblich hier kaum natürliche Feinde haben sollen. So kommen wohl noch viele frei lebende Lubinas auf den Tisch. Nachfragen beim Händler kann Klarheit bringen, soweit der ehrlich antwortet. - Viele "Freischwimmer" ernähren sich allerdings auch unterhalb der Aquafarmen vom durchsinkenden Kunstfischfutter mit all seinen Nachteilen. - Wer nur einmal wöchentlich Fisch isst, sollte sich aber nicht allzu große Sorgen machen müssen. Gilt auch für die feinen Plastikpartikel, die wir mittlerweile beim Verspeisen von Fischen mit aufnehmen können. (Keine Panik!)
Des Menschen größter Feind ist sein Ego, immer und überall. Auch hier.

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