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61

Mittwoch, 18. April 2018, 19:57

Ach, der Adalbert kommt manchmal im Forum etwas griesgrämig rüber; ist aber ein sehr netter Mensch. Während eines Lanzarote-Aufenthalts haben wir uns getroffen (nebst Frau von Adalbert); und u.a. sehr guten Fisch miteinander gegessen. Also alles im grünen Bereich - passend zu La Palma ;).

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Ich kann im Posting von Onkel Franz nicht einmal Schleichwerbung erkennen. Zum Anliegen möchte ich aber gerne meinen Senf dazu geben:

Mehr als heikel an der Veröffentlichung von negativen Erfahrungen ist, dass letztendlich Klarnamen genannt werden müssen, um Ross und Reiter zu nennen. Und in der Regel in Foren im Zusammenhang mit solchen Postings immer nur der Klarname des vermeintlich "Bösen" genannt wird; der Klarname der anderen Partei meistens geflissentlich nicht genannt wird.

Darüber hinaus ist - aus Forensicht betrachtet - eh nicht klar, ob es sich um tatsächliche Erfahrungen oder nur um üble Nachrede o.ä. handelt.

A) Nichtsdestotrotz kann ich das Anliegen von Onkel Franz nachvollziehen, sofern es tatsächlich um Abzocke geht. Denn es gibt auf allen Inseln Fälle, in denen insbesondere Neuankömmlinge richtig - und zwar "so richtig" - über den Tisch gezogen wurden und werden. Allen voran von den vielen angeblichen Alleskönnern, die letztendlich gar nichts können außer Mist zu veranstalten (..auf der steten Suche nach der persönlichen Mitte; oder so..). Und natürlich auch von diversen Maklern, die sich noch nicht einmal ansatzweise die Mühe geben, die Legalität bzw. Illegalität von Immobilien zu prüfen und/bzw. darüber entsprechende Auskunft zu geben. Und den Verkaufspreis festlegen nach den Vorstellungen des Verkäufers - und nicht nach Marktlage. Auch deshalb gibt es bei den Immobilienangeboten auf den Kanaren unglaublich hohe Abweichungen der Immobilienpreise vom Marktwert; also von realistischen Größenordnungen.

B) Was allerdings mindestens ebenso häufig vorkommt und irgendwie nicht miteinander kompatibel ist, ist die Tatsache, dass häufig zwei Welten aufeinander prallen: Die 1000%-abgesichert-sein-wollen-Mentalität, insbesondere der Menschen, die von mindestens ca. 500 km nördlich der Pyrenäen stammen; und jener, die die kanarischen "Usancen" in Grundstücksangelegenheiten kennen. Hier ist nunmal nicht alles gleich ein Weltuntergang, wenn nicht alles legal ist an Bausubstanz. Ist halt so.

Und deshalb ist es nicht immer ganz klar, ob von A) oder B) die Rede ist.

Im Falle von A) ist es m.E. durchaus sinnvoll, anderen die negativen Erfahrungen zu ersparen. Dann bietet es sich an, die Erfahrungen etwas kryptisch und ohne Nennung von Namen zu beschreiben, und Interessierten anzubieten, per PN Näheres in Erfahrung zu bringen.

claudia

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lanza-claudia« (18. April 2018, 20:11)


62

Mittwoch, 18. April 2018, 21:00

Hallo Claudia,
danke, dass Du es so gut auf den Punkt bringst.
In meinem Fall ging es um einen klaren Fall von Betrug. Also A. Diesbezüglich hat nun nach meiner Strafanzeige das Gericht ein Santa Cruz ein Verfahren aufgesetzt. Nach Abschluss dessen werde ich Ross und Reiter nennen, bin aber an anderen Menschen interessiert die betrogen wurden, oder dies versucht wurde. Deshalb setze ich gerne auf einen alten Thread auf, da ich hiermit leichter an Betroffene herankomme. Mit diesen vernetze ich mich dann außerhalb des Forums.
Liebe Grüße
Onkel Franz

63

Mittwoch, 18. April 2018, 21:38

Hallo Onkel Franz,

..uff, bei kanarischen Gerichten ist besonders langer Atem angesagt. Prozesse dauern hier etliche Jahre, manchmal Jahrzehnte. Deshalb leben hier viele Menschen ein ziemlich entspanntes Leben, aber eben auch jene, die nicht ein Leben diesseits von Gut, sondern jenseits von Böse fristen. Es gibt zwar seit einiger Zeit viele Reformen; aber bei den meisten geht m.E. der Schuss nach hinten los; letztendlich sind sie nichts als purer Aktionismus.

Z.B. hat die Reform des Mietrechts nicht wirklich zur Entspannung beigetragen. Ich lebe auf Lanzarote, der Insel der Hausbesetzer. Heißen in Spanien "okupas". In der Szene hat es sich herum gesprochen, dass Häuser, die besetzt werden und dies nicht innerhalb von 48 Stunden auffällt, nicht geräumt werden dürfen ohne richterlichen Beschluss. Bis es dazu kommt, dauert's im besten Fall so 1,5 Jahre, in manchen Fällen passiert seit mehr als einem Jahrzehnt nichts.

Bei uns ist diesbezüglich mittlerweile ziemliche Panik ausgebrochen, denn selbst wenn bloß über's Wochenende (und mehr als 48 Stunden) in Urlaub gefahren wird, kann es sein, dass bei Rückkehr das eigene Haus nicht mehr beziehbar ist, weil besetzt. Und das etliche Jahre lang.

Spanische Gesetzgebung ist total ambivalent; und auch deshalb punktet der Staatsapparat hier eher gar nicht. Der ist zwar nirgendwo wirklich beliebt; aber hier wird er nach Möglichkeit in jeder Hinsicht am liebsten umgangen.

Kann ich gut nachvollziehen.

claudia

64

Donnerstag, 19. April 2018, 00:10

Diese im Gesetz festgelegte 48-Stunden-Regelung ist für mich total unverständlich.
Hier gibt es auch so einen Fall. Besitzer schon vor einiger Zeit verstorben. Der Sohn, der nicht hier lebt, würde es gern verkaufen, kommt aber nicht in/an das Haus, da es besetzt ist!!!

Auch auf Mallorca werden übrigens jede Menge Ferienhäuser besetzt.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch…-a-1203636.html
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
Bertolt Brecht

65

Donnerstag, 19. April 2018, 05:29

hm... kurze Frage: Was passiert, wenn Dir das in DE passiert? Dort darf die Polizei innerhalb von 24h handeln, ab da geht alles über Anzeige und Gericht. Ist hier nicht anders nach den besagten 48h. Nur ist das Problem 'Okupas' in DE in den Städten noch nicht akut/ verbreitet.

Escubic

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66

Donnerstag, 19. April 2018, 14:56

in Deutschland hat man in kürzester Zeit einen Gerichtsbeschluss, in Spanien nach vielen Jahren.

67

Donnerstag, 19. April 2018, 15:15

Gibt es hier auch... URGENCIAS... und so schnell geht das in DE auch nicht.

Sportschütze

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68

Freitag, 20. April 2018, 10:40

Auf dem "Rechtswege" geht es in DE tatsächlich auch nicht so schnell.......

Ich pers. kannte mal einen Fall in DE in Sache Mietnomande. Das Problem wurde
durch einen Anruf bei einem entfernten Bekannten, welcher Mitglied einer (ehem.)
großen bekannten Motorrad-Rockerbande innerhalb von 2 Tagen erledigt und die
Person zog (ich betone ohne jeglichen Schaden an der Person) danach gerne weiter.
:thumbup:

Lebe das Leben und sei mit dem zufrieden was du hast.
Mehr als das braucht man nicht um leben zu können

:sekt:

69

Freitag, 20. April 2018, 15:16

Diese Lösung würde ich dann auch wählen...

70

Freitag, 20. April 2018, 21:01

Gibt es hier auch... URGENCIAS...


Die Frage ist, was "urgencia" in der Praxis bedeutet, sofern es diese von gerichtlicher Seite tatsächlich gibt. Mir ist kein einziger Fall bekannt, in dem eine Räumungsklage kürzer als 18 Monate gedauert hat; und zwar nicht nur bei den "Okupas". Sondern bereits bei den vielen Räumungsklagen wegen Nichtzahlung der Miete. Keine Miete zu zahlen ist bei uns schon länger zu einer Art Volkssport geworden; eben weil die Mühlen der Justiz unglaublich langsam mahlen. Ich kenne diverse Betroffene persönlich; darunter auch so manche Einheimische, die an Einheimische vermietet hatten. Das ist hier ein generelles Problem; ganz unabhängig von der Herkunft der Betroffenen und der "Bösewichte".

71

Freitag, 20. April 2018, 21:27

Bei selbstbewohntem Eigentum sollte das so sein.

18 Monate: Bei Mietnomaden in DE wäre das schnell...

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