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Sportschütze

Forenkenner

Beiträge: 410

Wohnort: Todoque

Beruf: Frei davon

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21

Freitag, 2. März 2018, 13:06

Olbrich Hansen Conult
Calle Petro Jose Viña Diaz 2
38770 Tazacorte

Tel.: 922406144

Aber ohne jegliche Eigenerfahrung von meiner Seite
:thumbup:

Lebe das Leben und sei mit dem zufrieden was du hast.
Mehr als das braucht man nicht um leben zu können

:sekt:

Sasch2015

Forenmitglied

Beiträge: 53

Wohnort: mal D, mal ES, aber leider mehr D als ES

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22

Montag, 5. März 2018, 20:02

Danke für Euere Tipps. Alles notiert.
:thumbsup:
"Was der Sonnenschein für die Blumen ist, das sind lachende Gesichter für die Menschen." (Joseph Addison) :yeah:

23

Sonntag, 11. März 2018, 17:59

Eine regelrechte Falle ist das "Modelo 720", also die Deklaration der ausländischen Vermögenswerte wie Geld, Aktien, Lebensversicherungen und Immobilien.
Wie verwertet die Hacienda diese Angaben? Eine Vermögenssteuer gibt es doch in Spanien ebensowenig wie in Deutschland?

Gerold

Forenprofi

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Beruf: Jubilado

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24

Sonntag, 11. März 2018, 18:51

Wie kommst Du darauf? In Deutschland wie auch in Spanien gibt es eine Vermögenssteuer. Sie wird in D allerdings seit Anno Kohl nicht mehr "erhoben", d.h. der Staat verzichtet freiwillig auf Milliarden von den Vermögenden. Abgeschafft wurde sie nie. In Spanien ist das allerdings nicht so; hier wird die Steuer sehr wohl kassiert, allerdings beträgt der Freibetrag hier 700.000 €, und die selbst bewohnte Immobilie wird m.E. nicht mitbewertet. Solltest Du in España steuerpflichtig sein und Dein Vermögen ist höher als der Freibetrag, muss Du hier eine Vermögenssteuererklärung abgeben. Den Termin sagt Dir Dein Steuerberater.

Das mit dem Modelo 720 hat allerdings folgenden Grund: da Du hier nach 183 Tagen Aufenthalt (kürzere Aufenthalte werden pro Jahr addiert und müssen gegebenenfalls von Dir nachgewiesen werden) mit deinem Welt(!)einkommen steuerpflichtig bist, möchte der königliche Finanzminister gerne mitbekommen, wenn Dein ausländisches Vermögen größer wird -und warum. Der Zuwachs könnte ja ein nicht deklariertes Einkommen sein. Deswegen wird ja, wenn Du das 720 nicht oder verspätet abgibst oder irgendwas vergisst, dieses Vermögen zunächst als fiktives Einkommen mit dem Höchstsatz von 45% versteuert. Hinzu kommen dann, je nach Schwere des Vergehens, Bußgelder und Straf-/Verspätungszuschläge und Zinsen. Am Ende könntest Du ruiniert sein, und Du wärest nicht der Erste...

Wer glaubt, im Ernstfall vor der Hacienda nach Deutschland zurück flüchten zu können, wird enttäuscht werden: die spanische Steuer wird auch in Deutschland eingezogen und ggf. gepfändet. Innerhalb der EU herrscht außerdem reger Datenaustausch zwischen den Behörden. Es wird also immer schwieriger, irgendwelche Steuern oder -erklärungen zu umgehen. In unserem Fall wurde z.B. eine in D nicht zu versteuernde Betriebsrente von den deutschen Finanzbehörden dem hiesigen Finanzamt gemeldet. War aber alles in Ordnung. Bätschi!
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

25

Sonntag, 11. März 2018, 19:21

Dem Posting von Gerold schließe ich mich zu 100% an.

Von Interesse dürfte auch sein, dass diverse spanische Banken ihre ausländischen Kunden in der letzten Zeit darauf hingewiesen haben bzw. es noch tun, dass sie verpflichtet sind, dem spanischen Staat/Finanzamt die persönlichen Daten in Verbindung mit den Konten mitzuteilen einschließlich der Information, in welchem Land ihre Klienten hauptsteuerpflichtig sind. Darüber hinaus werden Details über Kontobewegungen auch dem Land mitgeteilt, in dem der Kunde hauptsteuerpflichtig ist ...

Es gibt natürlich noch zig Schlupflöcher, .. ist leider so; und leider gibt es sie insbesondere weiterhin für die Großverdiener. Panama würde ich denen derzeit eher nicht empfehlen. Die Kanalinseln sind da wohl eher sicher. Noch.

claudia

Gerold

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26

Montag, 12. März 2018, 01:40

Es gibt natürlich noch zig Schlupflöcher, .. ist leider so


Klar gibt es die. Aber sie werden für uns "Normal"bürger immer weniger und kleiner. Ich beschäftige mich lieber mit angenehmeren Dingen, als ständig auf der Hut und und in Angst zu sein, erwischt zu werden. Und in Sachen "Multas" sind die Spanier wahrscheinlich Weltmeister.
.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

27

Montag, 12. März 2018, 16:37

Wie kommst Du darauf? In Deutschland wie auch in Spanien gibt es eine Vermögenssteuer. Sie wird in D allerdings seit Anno Kohl nicht mehr "erhoben", d.h. der Staat verzichtet freiwillig auf Milliarden von den Vermögenden. Abgeschafft wurde sie nie. In Spanien ist das allerdings nicht so; hier wird die Steuer sehr wohl kassiert, allerdings beträgt der Freibetrag hier 700.000 €, und die selbst bewohnte Immobilie wird m.E. nicht mitbewertet.


Gerold, der Freibetrag ist in Spanien nicht einheitlich. Zur Zeit beträgt er in Katalonien 500.000 €, auf den Kanaren und Balearen 700.000 und in Valencia 1 Mio €. Als Vermögen gelten Immobilien (auch selbstgenutzte), Bargeld, Aktien, Unternehmensbeteiligungen, Schmuck, Antiquitäten, Pelze und andere Gegenstände.

Bei Immobilien ist der höchste diese drei Werte maßgebend:
- Katasterwert (valor catastral)
- letzter Kaufpreis oder Erbschaftswert
- Steuerwert

Gerold

Forenprofi

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Beruf: Jubilado

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28

Dienstag, 13. März 2018, 02:29

@Nils.K

Danke für die Info! :thumbup:

.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

29

Dienstag, 13. März 2018, 18:13

Das mit dem Modelo 720 hat allerdings folgenden Grund: da Du hier nach 183 Tagen Aufenthalt (kürzere Aufenthalte werden pro Jahr addiert und müssen gegebenenfalls von Dir nachgewiesen werden) mit deinem Welt(!)einkommen steuerpflichtig bist, möchte der königliche Finanzminister gerne mitbekommen, wenn Dein ausländisches Vermögen größer wird -und warum. Der Zuwachs könnte ja ein nicht deklariertes Einkommen sein.
Verstehe, darum geht's. Wie wird ein Immobilienwert ermittelt, z.B. von der heimischen Eigentumswohnung, Baujahr 1975? Dürfte ja reichlich Stoff für Diskussionen geben? Und falls das eigene Häuschen auf La Palma eines Tages Wirklichkeit wird - der Wert ist der Betrag, den man dafür bezahlt hat, oder hat das spanische Finanzamt eigene Vorstellungen vom Immobilienwert? - Nebenbei, wie hoch ist eigentlich die Immobiliensteuer, die wird doch auch vom Wert berechnet, oder?

30

Dienstag, 13. März 2018, 19:33

Wie wird ein Immobilienwert ermittelt, z.B. von der heimischen Eigentumswohnung, Baujahr 1975? Dürfte ja reichlich Stoff für Diskussionen geben? Und falls das eigene Häuschen auf La Palma eines Tages Wirklichkeit wird - der Wert ist der Betrag, den man dafür bezahlt hat, oder hat das spanische Finanzamt eigene Vorstellungen vom Immobilienwert? - Nebenbei, wie hoch ist eigentlich die Immobiliensteuer, die wird doch auch vom Wert berechnet, oder?


Wenn Du mit "Immobiliensteuer" die Grundsteuer meinst: die wird nach dem Katasterwert berechnet. Je nach Gemeinde kann die Steuer 0,4 bis 1,1% des Katasterwertes betragen.

Viel interessanter ist allerdings die Wertzuwachssteuer (plusvalia). Sie errechnet sich aus dem Katasterbodenwert beim Verkauf der Immobilie, der Eigentumsdauer, einem Steuerkoeffizienten von rund 3% und dem Steuersatz von höchstens 30%.

Und ja, der spanische Fiskus hat eigene Vorstellungen vom Immobilienwert. Deshalb wird immer der höchste Wert (Katasterwert, letzter Verkaufspreis oder letzter Wert bei der steuerlichen Berechnung) herangezogen.

marc3012

Forenmitglied

Beiträge: 29

Wohnort: Weilheim i. OB und bald La Palma

Beruf: Vorstand in gemeinnützigem Verein / Immobilienmakler

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31

Mittwoch, 14. März 2018, 09:44

Spanisches Steuerrecht

Änderung: Einige der unten stehenden Fragen konnte ich jetzt selbst klären, siehe unten. Dennoch vielen Dank für alle Infos.

Hallo zusammen,

nachdem ich im Herbst nach La Palma ziehe und vorhabe dauerhaft dort zu leben, interessieren mich die steuerlichen Vorgaben natürlich besonders. Dass ich auf jeden Fall einen hiesigen Steuerberater benötige, ist mir klar, darum kümmere ich mich gerade. Aber ein wenig Grundwissen schon jetzt zu sammeln, kann wohl nicht schaden.

Eine Frage zur Vermögenssteuer und hier zur Bewertung von Immobilien: Wie werden Immobilien, die sich in Deutschland befinden vom spanischen Finanzamt bewertet? Hier sind ja schon für spanische Immobilien der Katasterwert, Kaufpreis oder steuerliche Wert genannt worden. In Deutschland gibt es ja u.a. den letzten Verkaufspreis gem. notariellen Vertrages oder auch den deutlich niedrigeren Einheitswert usw. Welcher kommt da wohl zum Ansatz? Und: werden Restverbindlichkeiten für die Anschaffung dieser Vermögenswerte entsprechend abgezogen? Restverbindlichkeiten werden nach Recherchen im Internet davon abgezogen.

In diesem Zusammenhang: Es wurde ja ein Freibetrag von 700.000 Euro genannt. Ist das ein Freibetrag oder eine Freigrenze? Ich verstehe Freibetrag so, dass nur Beträge, die über die z.B. 700.000 Euro hinausgehen, der Vermögenssteuer unterliegen. Ist das so richtig? Nach Recherchen im Internet ist es ein Freibetrag, so daß nur das übersteigende Vermögen der Steuer unterliegt.

Und: unterliegt auch die eigengenutzte Immobilie in Spanien der Vermögenssteuer? Im Forum gab es dazu keine Eindeutigkeit.

Und eine weitere Frage: Es gibt wohl in Spanien eine unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht, hat da jemand tiefergehendes Wissen?

Ich werde erst in 2018 in Spanien steuerpflichtig (183 Tage Grenze nicht überschritten für 2017) und merke schon jetzt dass es mit mehreren Einkunftsarten - sowohl in D als auch später in ES - und Immobilien wohl etwas aufwändiger wird, das Thema zu bearbeiten.

Herzlichen Dank schon vorab für alle Infos!

Herzliche Grüße
Marc

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »marc3012« (14. März 2018, 10:07)


Gerold

Forenprofi

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Wohnort: La Palma

Beruf: Jubilado

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32

Mittwoch, 14. März 2018, 14:33

Zunächst ein Hinweis: ich bin kein Steuerberater, sondern berichte nur von eigenen Erfahrungen. Alles ohne Gewähr! :police:

Als Wert unserer deutschen Immobilie wurde im Modelo 720 der damalige Kaufpreis eingesetzt. Natürlich gab es zwischenzeitlich eine Wertsteigerung, aber die ist nirgends dokumentiert, da wir nicht vorhaben, das Haus zu verkaufen. Es müssen auch nur Wertveränderungen von +/- mehr als 30.000€ in einer der Kategorien (Geld, Immobilien, Aktien + Versicherungen) deklariert werden. Wenn sich nichts bzw. weniger ändert, muss auch nicht deklariert werden.

Zum Unterschied beschränkte oder unbeschränkte Steuerpflicht: Unbeschränkt bedeutet, dass das Einkommensteuerrecht vollständig, d.h. mit allen anwendbaren Freibeträgen und Vergünstigungen angewendet wird. Dies ist also die günstigere Besteuerung, da bei beschränkter Steuerpflicht diese Abzugsmöglichkeiten entfallen. Das Einkommen ist also vom ersten € ab zu versteuern. Lt. Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) D/ES hat man kein Wahlrecht, wo man sich unbeschränkt besteuern lässt. Entscheidend ist der "gewöhnliche Aufenthalt", also zunächst das Land, in dem man sich mehr als die Hälfte des Jahres aufhält. Man kann versuchen, einen anderen Steuerwohnsitz geltend zu machen, indem man nachweist, dass der eigentliche Lebensmittelpunkt in D bleibt, z.B. dass weiterhin dort die Familie oder das Geschäft ist, aber das ist schwierig, weil der Antragsteller die Beweislast hat. Jedenfalls kann man immer nur in einem Land unbeschränkt steuerpflichtig sein.

Wichtig ist auch noch, dass Steuererklärungen in Spanien ein Bringschuld sind. Sie sind unaufgefordert und fristgerecht einzureichen, sonst ist das schon ein Steuervergehen und wird bestraft. Bei uns führte einmal eine 3-tägige Verspätung (hatte unser Berater verdödelt) zu einer -allerdings relativ milden- Multa.

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