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Palmaregi

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1

Samstag, 5. Mai 2018, 01:57

Schlachthof

Hola, in der Nähe meines Wohnortes in El Paso, etwas oberhalb an der LP 3 befindet sich ein Schlachthof.
Palmeros haben mir das bestätigt. Vor 2 Tagen ertönte Tiergebrüll von dort. Das war natürlich nicht schön, aber es geht mir jetzt hier nicht um die Vegetarier-Frage.
Ich esse moderat auch Fleisch, mit den entsprechenden Konsequenzen...

Frage ist: weiss jemand, wie die Vertriebswege des Fleisches sind, ist das Ware, die ich später im Dino oder in hiesigen Metzgereien kaufen kann? Oder geht es zu den anderen Inseln oder sonstwo hin?

2

Samstag, 5. Mai 2018, 09:27

@ Palmaregi ,

meine Spanischkenntnisse reichen leider nicht ganz aus zu erkennen , ob hier die nötigen Informationen
für Dich enthalten sind , scheint aber so eine Art Werbefilm für den Matadero zu sein .


3

Samstag, 5. Mai 2018, 16:26

Soweit ich weiss, wird das hiesige Fleisch nur an die kleinen Metzgereien geliefert.

Gerold

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4

Samstag, 5. Mai 2018, 18:56

Es gibt hier etliche Carnicerias, die Fleisch "del país" verkaufen, z.B. in Todoque, Retamar und in der Avda. Enrique Mederos in LL. Auch im Mercadillo von Puntagorda kann man es kaufen. Das Fleisch ist von hervorragender Qualität, da es Massentierhaltung à la Europa auf der Insel nicht gibt.

Es lohnt sich aber auch auch, an den Fleischtheken der Supermärkte nach Fleisch von der Insel zu fragen.
.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

Palmaregi

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5

Samstag, 5. Mai 2018, 23:27

Danke für eure Anworten.

Ich habe einmal beim Wandern, Spazierengehen wie auch immer eine Idylle entdeckt. Eine ganze Herde Rinder, so wie ich es herausbekommen habe eine einheimische Rasse, grasten unter einem herrlichen blauen Himmel, hatten helle Haut, sahen aus wie frisch gebadet, also sehr sauber.
Nachwuchs war auch dabei und sie hatten diverse Badewannen voll Wasser zur Verfügung.
Sie mampften friedlich das Grün, waren zutraulich und schienen sehr zufrieden...

Sicher werden auch diese Tiere irgendwann in einen Schlachthof befördert werden, der Viehwirt wird sie nicht nur zum Spass halten -
aber sie hatten ein sehr gutes Leben weitab von Massentierhaltung.

6

Sonntag, 6. Mai 2018, 00:17

Schlachthof

So ist das ....wir kaufen nur das Fleisch del pais

7

Sonntag, 6. Mai 2018, 08:54

...es gibt hier aber andere Beispiele der Tierhaltung. Die Rinder werden dunkel eingesperrt und mit gespritzten Bananen gefuettert. Nicht so idyllisch.

Gerold

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8

Sonntag, 6. Mai 2018, 12:25

@kräutertante

Was heißt "dunkel eingesperrt"? In meiner ehemaligen bayerischen Wahlheimat standen und stehen die Rinder von Oktober bis Mai im Stall- je älter je dunkler (die Ställe). Die uralten Kreuzgewölbe haben oft nur ein Tor und ein paar kleine Öffnungen, aber schließlich müssen die Kühe ja nicht lesen.

Ich finde, man muss die Kirche im Dorf (und die Kuh im Stall) lassen. Verglichen mit der Massentierhaltung in Europa und anderswo mit den damit verbundenen tagelangen Quältransporten und den grauenhaften Zuständen in den Schlachthöfen, wo Billigarbeiter aus Osteuropa teilweise noch zuckende Tiere im Akkord ausnehmen und zerteilen, ist die Tierhaltung und -verwertung hier auf der Insel die reinste Idylle. Und dass die manchmal verfütterten Bananenabfälle möglicherweise gespritzt sind, interessiert das hiesige Rind auch nicht, da es daran gewöhnt ist. Sie schmecken ihm einfach.

Wer einmal gesehen hat, wie liebevoll die Bauern z.B. bei Viehmessen mit ihren Rindern, Ziegen und Schafen umgehen, und in welchem guten Zustand die Tiere auf der Weide sind, wird das bestätigen. Als wir einmal auf dem Llano de las Cuevas oberhalb von El Paso eine Kuh entdeckten, die sich am Horn verletzt hatte, machten wir einen Bauern auf einer anderen Weide darauf aufmerksam. Der sprang sofort in seinen Pickup und raste ins Dorf, um den Besitzer zu benachrichtigen.Hinzu kommt, dass auf La Palma keine Kälber gemästet und geschlachtet werden und die einheimische Rasse "Res Palmero" sich nicht als Milchvieh eignet, die Kälber also von den Müttern gesäugt werden.
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Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gerold« (6. Mai 2018, 12:30)


9

Sonntag, 6. Mai 2018, 14:48

Hallo Gerold,
schön, so viel Positives über die Tierhaltung hier zu lesen!
___________________________________________________________

Pessimismus ist mir zu anstrengend. Ich bin lieber grundlos glücklich.
:party:

10

Sonntag, 6. Mai 2018, 18:45

......und weil die Bauern so liebevoll mit ihren Tieren umgehen finden jetzt auch in Santa Cruz Intensivkurse über artgerechte Tierhaltung und artgerechten Tiertransport statt. Z.B. wird dort erklärt, dass man seine Schafe und Ziegen nicht den ganzen Sommer angebunden in einem 50 Grad heissen Stall stehen lassen sollte.

11

Sonntag, 6. Mai 2018, 19:17

Man sieht halt nur die paar Ziegen und Schafe, die das grosse Los gezogen haben u d nicht angebunden sind, die 95 % die nie in ihrem Leben selbständig grasen dürfen, sieht man nicht.
Beim letzten grossen Waldbrand dürfte ich in Las Indias miterleben, wie sie reihenweise in ihren Ställen verbrannt sind. In Schuppen, hinter denen ich nie Ställe vermutet hätte. Verbrannt sind sie, weil die Versicherung wohl anschliessend grosszügig entschädigt.

12

Sonntag, 6. Mai 2018, 19:31

Wer einmal gesehen hat, wie liebevoll die Bauern z.B. bei Viehmessen mit ihren Rindern, Ziegen und Schafen umgehen, und in welchem guten Zustand die Tiere auf der Weide sind, wird das bestätigen. Als wir einmal auf dem Llano de las Cuevas oberhalb von El Paso eine Kuh entdeckten, die sich am Horn verletzt hatte, machten wir einen Bauern auf einer anderen Weide darauf aufmerksam. Der sprang sofort in seinen Pickup und raste ins Dorf, um den Besitzer zu benachrichtigen.Hinzu kommt, dass auf La Palma keine Kälber gemästet und geschlachtet werden und die einheimische Rasse "Res Palmero" sich nicht als Milchvieh eignet, die Kälber also von den Müttern gesäugt werden.
Hallo Gerold , na klar , solche Erfahrungen kann man auf La Palma machen , ist auch schön anzusehen , gibt es ohne Zweifel .
Aber das Märchen vom tierliebenden Palmero glaubst Du ja wohl selbst nicht , ich habe da in der Mehrzahl schlimmste Dinge beobachtet .
Da will ich Kräutertante auf jeden Fall in Schutz nehmen . Und Glocke erzählt auch nicht soviel Falsches .
Es braucht ja nicht immer Massentierhaltung wie auf dem Festland , damit Tiere miserablen Haltungsbedingungen ausgesetzt sind .

13

Sonntag, 6. Mai 2018, 20:19

Glocke, nun mach mal halblang!
Ich sehe bei Wanderungen im Norden immer nur glückliche Ziegen, die von ihrem Ziegenhirt durch die Landschaft geführt werden.
Sicherlich gibt es auch negative Beispiele in der Tierhaltung. Aber alle über einen Kamm zu scheren ist nicht ok.

Schafe? Wo gibt es Schafe?

Ich könnte mir vorstellen, dass die Schulungen in S.C. aufgrund irgendwelcher EU-Vorschriften stattfinden.
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
Bertolt Brecht

14

Sonntag, 6. Mai 2018, 20:26

Schafe? Wo gibt es Schafe ?
Kein weiterer Kommentar.......

15

Sonntag, 6. Mai 2018, 22:18

Es artet hier schon wieder aus, es ist es einfach nicht wert, etwas zu sagen, ohne gleich einen Streit auszulösen. Ich wohne im Norden und kenne das, was um 1-2 km um meinen Haus herum stattfindet. Da gibt es sehr viele relativ glückliche Hunde und einen Zwinger voll nicht so glückliche Jagdhunde. Besagten dunklen Rinderstall und mindestens einen schlimmen Ziegenstall. Nur vereinzelt freilaufende Ziegen, keine Schafe und nur in der Stadt freilaufende Hühner (wegen den glücklichen Hunden, die sie sonst fangen würden). Ich meine, das muß man einfach differenzierter sehen.

Gerold

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16

Sonntag, 6. Mai 2018, 22:32

Ich meine, das muß man einfach differenzierter sehen.


Da hast Du vollkommen recht. Fangen wir doch gleich mit dem Differenzieren an: du verwechselst, wie Einige andere hier auch, Diskussion, Widerrede, Gegenmeinung etc. mit "Streit". Niemand will mit Dir hier streiten, aber der Artikel 5 des Grundgesetzes gilt eben nicht nur für Dich, sondern auch für die, die Dir widersprechen oder anderer Meinung sind. Und das ist gut so; Du solltest Dich daran gewöhnen. Das ist hier -man kann es nicht oft genug betonen- ein Diskussionsforum. Hier artet gar nichts aus!

Was die Tierhaltung hier auf La Palma angeht, bleibe ich -gemessen an dem, was anderen Ortes praktiziert wird- bei meinen Aussagen.

Mehr sog´ i ned. :sprichzurhand:
.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

Gerold

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17

Sonntag, 6. Mai 2018, 22:45

Schafe? Wo gibt es Schafe?


Ich habe hier schon einige Schafe gesehen, z.B. bei Garafia, allerdings keine großen Herden. Manchmal laufen sie mit den Ziegen mit, deren Zahl auf der Insel allerdings die der Schafe weit übersteigt. Irgendwo zwischen Jedey und Fuencaliente habe ich auch mal ein paar Schafe in einem Pferch gesehen.

Aus der Tatsache, dass es irgendwelche Kurse über Tierhaltung, ökologische Landwirtschaft, Regenwurmzucht etc. gibt, zu schließen, dass die jeder nötig zu haben scheint, ist ziemlich daneben. da bin ich Deiner Meinung.
.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

18

Sonntag, 6. Mai 2018, 22:59

Danke Gerold. Da werde ich in Zukunft besser "gucken", vielleicht läuft auch mir mal ein Schaf über den Weg. :yeah:
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
Bertolt Brecht

19

Sonntag, 6. Mai 2018, 23:06

Wenn Claudia recht hatte , dann gab es zumindest vor einem Jahr noch welche :P
»Birigoyo« hat folgendes Bild angehängt:
  • schafe la palma.PNG

20

Sonntag, 6. Mai 2018, 23:52

Es ist natürlich viel angenehmer, sein Fleisch mit der glücklich weidenden Ziege im Hinterkopf zu genießen, ansonsten würde es einem womöglich im Halse stecken bleiben...wenn man ein Gewissen hat.....
Es ist auch verständlich, dass man sich sein Lebensgefühl auf dieser Insel, auf das man schliesslich so lange hingearbeitet hat, nicht wegen ein "paar" misshandelten Tiere zerstören lassen will....
Wir sind doch aber alle Menschen mit Erfahrungswerten und einem gewissen Blick für die Realität, warum hier alles totlügen.....
Natürlich ist woanders auch nicht alles besser, wie hier immer wieder argumentiert wird, aber wem hilft diese Argumentation weiter ?
Wir wollen doch hier ein schöneres Leben und hoffentlich auch für Tiere.....


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