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Freitag, 27. April 2018, 22:55

La Palma - Altersruhesitz?

Ich hätte da mal ein paar Fragen an die La Palma -Alteingesessenen. Eigentlich wollte ich mir in den kommenden Jahren eine Wohnung auf Teneriffa gönnen. Mir gefällt zwar La Palma um Längen besser aber das ist als Altersruhesitz gedacht (OK ich habe noch etwas Zeit. Ich bin noch keine 50). Bis dahin soll es als Ferienwohnung dienen und ggf. ab und an vermietet werden. Das ist aber keine Bedingung zur Finanzierung! Wenn man die Wohnung ohne nicht bezahlen kann sollte man es lieber lasse.
Wenn man auf den Inseln alt und bucklig werden will braucht man auch eine gewisse Infrastruktur. Erreichbarkeit, medizinische Versorgung, fussläufige Erreichbarkeit der wichtigsten Dinge, Öffis in der Nähe etc.
Ist das aus eurer Sicht auf der Westseite auch gegeben? Zumindest Los Llanos ist recht überschaubar und sogar in weiten Teilen eben. Einkaufen und Arzt (selbst in meiner Sprache) etc. geht da wohl auch problemlos. Sofern man in Los Llanos lebt muss man auch kein Auto haben. Selbst Tazacorte und El Paso würden noch gehen da die Öffis halbwegs regelmässig und oft nach Los Llanos fahren.
Einzig die Erreichbarkeit aus Norddeutschland (ich komme aus der Ecke um Hannover rum) ist grauenhaft. Aus Hannover geht, wenn überhaupt, ein Flieger die Woche. Bisher hoppe ich immer über Los Cristianos nach La Palma; aber die Fähren passen zumindest auf dem Hinweg nie zu den Flügen. Daran wird sich auch nichts ändern. OK - wenn man Rentner ist kommt es auch auf einen Tag nicht an und man muss dann halt auf Teneriffa auf die nächste Fähre warten. Jetzt steckt man das alles noch recht mühelos weg - aber später?
Ein cooler Nebeneffekt ist natürlich das das Preisgefüge hier auf La Palma in keinster Weise mit dem auf Teneriffa vergleichbar ist. Klar, auch hier gibt es Objekte für Hunterttausende und gar deutlich über 1 Million aber Wohnungen werden durchaus noch für realistische Preise veräussert. So zumindest mein Eindruck.
Was meint ihr dazu? Wascht mir mal richtig den Kopf und geigt mir die Meinung.

2

Sonntag, 29. April 2018, 01:01

Altersruhesitz

Kann ja nur eigene Erfahrungen weitergeben.. Was besseres haette ich nicht machen koennen. Nun war es aber auch immer
schon mein Traum ein paar Jahre Sonne zu haben im Alter. Loesungen mit Ueberwintern waren fuer mich nur halbe Loesungen
weil Eigentum an beiden Punkten bedeutet viel Logistik und auch monetaeres Vermoegen was sich nicht rechnet.Muss auch erst mal da sein.
Mieten kommt nicht in Frage ...weil da bieten sie einem Sachen an ...da kann man mal einen Urlaub verbringen..aber ein halbes Jahr Leben
und zu Hause sein ..fuer mich nicht akzeptabel. Wir entschlossen uns ganze Sachen zu machen. In D alles verkauft...hier neu und auch noch neu gebaut.Ist 16
Jare her.

Nix bereut. Wenn ich das taete haette ich schon den Rueckwaertsgang eingelegt. Hauptwichtig ...der finanzielle Rahmen sollte abgestimmt sein.
Man komme nicht auf die Idee hier Geld verdienen zu wollen und schon gar nicht darauf es zu muessen.Es sei denn es ist einem egal mit welcher Taetigkeit
man Geld verdient.

Schreyvogel

Foreneinsteiger

Beiträge: 10

Wohnort: Waiblingen

Beruf: Dipl.Math.

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3

Montag, 30. April 2018, 05:23

Mit genau der Frage 'Altersruhesitz auf der Insel' habe ich mich auch intensiv beschäftigt. Trotzdem habe ich lange überlegt ob ich auf dieses Thema antworten soll. Denn ich bin kein La Palma - Alteingesessener und somit nicht kompetent. Auch musste ich leidvoll erfahren, daß die alten La Palma - Hasen in diesem Forum recht bissig sein können :-) Nachdem sich aber keiner meldet hier mein Senf dazu:

Vor 20 Jahren habe ich mir hier in D eine Wohnung mit traumhaftem Panoramablick gekauft. Wie oft ertappe ich mich dabei, daß ich achtlos an der Aussicht vorbei latsche, weil sie alltäglich und selbstverständlich geworden ist. Wie lange werde ich die schöne Insel durch die Urlaubsbrille sehen ? Wann wird auch die Trauminsel alltäglich und gewöhnlich sein ?

Trotz heftigster Integrationsbemühungen werde ich nie im inneren Zirkel der eingeborenen Insulaner aufgenommen werden. Bleibt also nur die deutsche community der Residenten als soziales Umfeld. Aber ist das nicht genau die Getthoisierung vor der hier in D bezüglich Minderheiten gewarnt wird ?

Meine südlandischen Nachbarn haben ein anderes Geräuschempfinden als Mitteleuropäer. Was Spanier noch als normale Zimmerlautstärke empfinden ist für mich schon Körperverletzung. Werde ich trotzdem ein gutes, nachbarschaftliches Verhältnis haben ?

Wie werde ich meinen „Alltag“ verbringen. Ich war kürzlich für 2 Wochen auf La Palma und bin jeden Tag stundenlang gewandert. Die Zeit verging dabei wie im Flug. Wie wird ich die Zeit empfinden, wenn mir im Alter die Berge zu steil werden und ich auf mein Domizil beschränkt bin ?

Um glücklich zu sein ( wenn ich denn glücklich sein kann ! ) muß ich nicht an einen bestimmten Ort reisen. Immer nehme ich mich selbst mit. Meine Stärken, aber auch meine Fehler und Unvollkommenheiten. Wenn mir das Glück hier nicht gelingt, dann wird es mir auch auf der Trauminsel nicht gelingen. Deshalb: Hic Rhodus, hic salta!
Den Toren packt die Reisewut, indes im Bett der Weise ruht. ;)

4

Montag, 30. April 2018, 08:18

Hallo Schreyvogel ! Ein weiser Kommentar. Danke dafür. Ich selbst habe 18 Jahre auf den Kanaren gelebt. Jetzt , im Alter, wieder in Deutschland. Auf einem wundervollen Anwesen an der Ostsee. Und ich geniesse es.

Aber jeder Mensch ist anders.

Viele Altersresidenten kehren allerdings dann irgendwann doch nach Mitteleuropa zurück. Vor allem der ärztlichen Versorgung wegen. das Spanische System ist nicht schlecht, was ich aus eigener Erfahrung gern bestätige. Vorausgesetzt, man beherrscht einigermassen gut die Sprache. Woran es bei vielen Älteren aber mangelt.

Aber mit 60 mal für 15 Jahre auf die Insel ? Warum nicht. Man sollte aber eine Rückkehr später nicht gänzlich ausschliessen.

Das ist meine ganz persönliche Meinung und Lebenserfahrung.

5

Montag, 30. April 2018, 10:39

@Schreyvogel
Du hast viele Dinge angesprochen auf die ich durchaus hinaus will. Meine Eltern, (beide zu der Zeit Mitte 70) haben praktisch gemeinsam innerhalb eines Jahres ihre Fortbewegungsweise auf Rollator umgestellt. Ich weiss was das für Probleme mit sich bringt. Deswegen zielten meine Fragen im Eingangstext auch genau darauf ab.


Was die Sprache und Integration angeht mache ich mir keine Illusionen. Ich habs ehr mit Zahlen und abstraktem Denken und nicht so mit Sprachen. Man hat mir in meiner Schulzeit gut 10 Jahre verzweifelt versucht Englisch einzutrichtern. Erfolglos. Ich kann es lesen und genug verstehen um meinen Job machen zu können in dem die Dokumentationen i.d.R. auf Englisch sind. Sprechen kann ich es bis heute nicht. OK - ich verhungere nicht und werde wohl auch immer ein Zimmer damit bekommen. Eine echte Unterhaltung kann ich damit nicht führen. Mit Spanisch wird das nie anders laufen. Ein echte Aufnahme in die Gesellschaft erwarte ich nicht. Da muss man schon selbst sehr extrovertiert sein oder mit spätestens 25 auswandern.


Was die ärtztliche Versorgung in Eigensprache und die D Community angeht ist Teneriffa sicher einfacher weil es schlicht und ergreifend mehr angebote gibt.


Was die Beschäftigung angeht wenn die Bewegungsfreuheit nicht mehr so gegeben ist kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ob ich nun in D durch einen Park schlurfe oder hier durch einen Palmenhain oder eine Bananenplantage. Wo ist der Unterschied. Anders ist dabei vorallem das Wetter. Macht man das in(Noed)-D meist bei Schmuddelwetter und in einer Umwelt die einen grossen eil des Jahres vor allem jegliche Schattierung von grau bietet, tut man es hier meist bei milden Temperaturen und zwischen blühenden Hybiskus und Bouganville (schreibt man das so?). An sonsten gibt es hier wenig was es in D nicht gibt. Selbst Lidl hat ja inzwischen in 2-facher Ausfertigung auf die Insel gefunden. Fatal ist es natürlich wenn man seine Tage aus lauter Langeweile jeden Morgen in der Bar gegnüber mit einem Coniac beginnt. Und später dann auch mit 2 oder 3 davon. Das härt man immer wieder sollte aber nicht passieren.
:D Der Spruch von Dir...

Zitat

Um glücklich zu sein ( wenn ich denn glücklich sein kann ! ) muß ich
nicht an einen bestimmten Ort reisen. Immer nehme ich mich selbst mit.
Meine Stärken, aber auch meine Fehler und Unvollkommenheiten.

...ist natürlich wahr. Aber nicht ganz taufrisch und findet sich wohl so oder so ähnlich in jedem Auswanderer-Buch wieder. Ich sehe das sehr viel rationaler. Für mich ist die Frage - Was gibt man auf und was gewinnt man. Gibt man wirklich sein soziales Umfeld auf; Freunde, Verwande etc.? Die relative Sicherheit die man in D hat. Die Bequemlichkeit sich nicht alles in einem anderen Land, dessen Sprache man nicht spricht (oder nur ungenügend), erarbeiten zu müssen? So lange der persönliche Gewinn (und damit meine ich keinen monitären) grösser ist als der Verlust sehe ich kein grundsätzliches Problem.

Was die alten Hasen angeht und warum die wohl nicht antworten. Nun ja - ich denke viele (nicht alle) halten sich für recht elitär. Sie haben es geschafft. Sie haben das gemacht und leben das worüber die anderen immer nur diskutieren (Und damit haben sie ja nicht einmal ganz Unrecht). Ich habe in St. Cruz mal an einem Sonntagvormittag, in einem Cafe, eine Unterhaltung mitbekommen bei dem man mich am Nachbartisch ganz klar nicht als Deutschen erkannt hat. Auch wenn man es so nicht ausgesprochen hat gingen die Bemerkungen schon sehr stark in die Richtung. :rolleyes:

6

Montag, 30. April 2018, 11:10

Ich scheue mich auch, viel zu posten, weil immer wieder die Bissigkeiten kommen. Aber ich riskiere das, um meine eigene Meinung hier zu veräußern. Ich sehe viele Deutsche hier, die die Sprache nicht beherrschen und dann endlich wieder enttäuscht zurück nach Deutschland gehen. Die Kultur hier ist spanisch und wenn man die Sprache nicht einigermaßen beherrscht, kann man die Kultur auch nicht verstehen. Dann kommen die üblichen Auseinandersetzungen und Mißverständlichkeiten hoch (cabezas cuadratas, unzuverläßigen Palmeros usw.). Oder man verkehrt ausschießlich mit anderen Deutschen. M.M.n. führt das manchmal zu Inzuchterscheinungen, da die Insel sehr klein ist. Daher würde ich eher die anderen größeren Inseln empfehlen, wenn man nicht spanisch sprechen kann.

Sportschütze

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7

Montag, 30. April 2018, 13:05

Also, ich lebe nun das 4. Jahr hier und das ist sicher noch kein Zeitraum wo man sagen könnte :
jap alles richtig gemacht und nur so wollte ich es und alles ist gut.

Aber eine kann ich aktuell sagen : bisher alles richtig gemacht und bisher ist alles gut gelaufen
und möchte die letzten Jahre nicht darauf verzichtet haben. Also bisher perfekt.

Auch ich habe extreme Probleme mit dem Erlernen eine Sprache, da geht es mir zu 100% wie
dir Luigi. Auch mir hat man versucht Englisch damals vor gut 35 bis 40 Jahren bei zu bringen,
mit extrem mäßigem Erfolg. Da lagen mir die logischen Fächer wie Mathe usw. um Längen besser.

Aber dennoch gehe ich hier einmal die Woche in Einzelunterricht ( man hat ja auch Zeit dafür ) und
eine kleinste Unterhaltung über den Gartenzaun, auch wenn es sich nur mal ums Wetter, das Essen,
oder sonst was "Banales" handelt, geht dann schon.

Und um die ärztliche Versorgung mache ich mir mal so gar keine Gedanken. Auch die Einwohner
der Insel werden recht alt und haben das Eine oder Andere was behandelt / geflickt / kuriert werden
muss und das klappt hier alles auch gut. Zwar reden alle über unser ach so tolles Gesundheitssystem,
aber so toll ist dieses nicht. Die Wegen sind eventuell mal Kürzer als hier auf der Insel, aber mehr
Vorteil kann ich nicht erkennen.

Anders, aber auch kein Grund und Hindernis, sehe ich es mit der eventuellen Bewegungseinschränkung
im Vergleich zu D. Du lebst hier auf einer recht Steilen Insel. Was bedeutet, dass auch die Geh- Wander-
und Spazierwegen im "Grünen". Recht stark ansteigen können und werden erst Recht mit eine Rolli sehr
sehr Mühsam. Klar kann man sich auch Innerhalb von Los Llanos, Tazacorte (Promenade ) usw. bewegen,
aber das würde dann doch auf Dauer recht eintönig sein.

Also etwas bessere Beweglichkeit zu Fuß und ein Auto sind ( meiner bescheidenen Meinung nach ) schon
ein "Muß" um den Aufenthalt und das Wohnen und Leben hier zu genießen.

Aber egal wer hier was und warum schreibt und äußert: Alles nur eigene pers. Einschätzung und für einen
Anderen kann das schon wieder gaaaanz anders aussehen , sich anfühlen und und und
:thumbup:

Lebe das Leben und sei mit dem zufrieden was du hast.
Mehr als das braucht man nicht um leben zu können

:sekt:

8

Montag, 30. April 2018, 14:22

Loslassen, Spanisch lernen und eine "suum-cuique-Einstellung" - das ist aus meiner Sicht alles, was du tun mußt, um hier auf den Kanaren (letztlich egal, auf welcher Insel) Fuß zu fassen und sich auch ein soziales Umfeld aufzubauen.
Und wer im "Alter" lieber "sitzt", also einen "Altersruhesitz" anstrebt, der wird das auch bekommen, egal ob in der Seniorenresidenz in Wanne-Eickel oder auf seiner finca in Tijarafe.
Die alten "La-Palma-Hasen" hier im Forum werden wohl deswegen nichts zu diesem Thema sagen, weil es an sich müßig ist, immer wieder und immer wieder die gleichen Aspekte des "Auswanderungs-Traumes" durchzukauen. Es als weise zu betrachten, lieber im Bett zu bleiben, als zu reisen, erscheint mir persönlich in diesem Zusammenhang eher hinderlich zu sein.
Nix für ungut! :)

Palmero86

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Beruf: Ruheständler

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9

Montag, 30. April 2018, 14:28

La Palma - Altersruhesitz?

Hallo Luigi,

nach Lektüre Deines Postings war ich geneigt Dir sofort am 27. zu antworten. Aber aus Gründen des von Schreyvogels angeführten Bedenkens habe ich davon abgesehen - bis jetzt.

Es freut mich dass mal ein Thema offen und ehrlich diskutiert wird, ohne Polemik, Niederknüppelns und des In-die-Ecke-Stellens.

Ich kann allen bisherigen Beiträgen nur voll und ganz zustimmen und werde versuchen Wiederholungen zu vermeiden (falls doch bitte ich schon mal um Entschuldigung).

Hauptaspekt ist natürlich die Sprache. Auch mein Spanisch ist eher rudimentär, außerdem bin ich diesbezüglich ein fauler Hund. Was mich aber nicht daran hindert, mich mit meiner Schwiegermutter, Verwandten, Freunden und Nachbarn köstlich zu unterhalten und zu amüsieren. Es muss eben ein beidseitiges Interesse bestehen.

Im Hinblick auf das bevorstehende "Alter" und damit verbundene mögliche eingeschränkte Mobilitat ist die Auswahl des Wohnortes von immenser Wichtigkeit. Los Llanos ist da mit Sicherheit ein besserer Ort als "unser Mazo". Steile Auffahrten und keine Möglichkeit einfach mal so ein paar Meter zu laufen um einen Kaffe zu trinken oder Zigaretten oder Bier einzuholen. Ohne Auto geht da nichts ...

Während unseres letztjährigen längeren Aufenthalts war die medizinische Versorgung unserer wenigen Wehwehchens nicht schlechter als in Deutschland. Medikamente konnten ohne Rezept besorgt werden.

Der Hauptgrund der uns von einem Umzug abhält ist das soziale Umfeld. Würden Kinder, Verwandte, Freunde und Kollegen zurücklassen. Allerdings haben wir während unserer Aufenthalte in den letzten 2 Jahren eine steigende Besucheraktivität verzeichnet. Zeitweise hat man sich die Klinke der Flugzeugtür in die Hand gegeben.

Den in einem Beitrag angeschnittene Lärmpegel kann ich zumindest auf unseren Standort Mazo bestätigen. Das ist nicht die Nähe zum Flughafen oder die LP2, sondern das permanente Kötergekläff und die sonntag-mittäglichen lautstark ausgetragenen Familienstreitigkeiten der Nachbarn. Selbst mit meinem limitierten Spanisch konnte ich die Vulgarität heraushören die mir selbst aus Hamburg fremd ist. Die Rückkehr aus der lärmgeschwängerten Atmosphäre Mazos in die majestätische Ruhe der Großstadt war eine Erlösung.

Das alles sind meine persönlichen Erfahrungen und sollen keine Entscheidungshilfe für Dich darstellen. Natürlich ist die Insel für mich ein traumhafter Ort an dem ich mich immer wohl- und "zu Hause" fühlen werde. Aber einer meiner Sprüche lautet: An einem Ort Urlaub machen und dort leben sind 2 grundverschiedene Sachen.

Eine endgültige Entscheidung zwischen Deutschland oder La Palma werde ich treffen wenn meine Tochter ihre Ausbildung abgeschlossen hat und auf eigenen Füssen stehen wird und ich endgültig in Rente gehe. Und abhängig davon wieviel Kreuzer mir dann übrig bleiben .....

10

Montag, 30. April 2018, 14:48

Ein Sprachproblem besteht auf den Kanaren auch darin, dass die meisten Canarios ein schauderhaftes Spanisch sprechen, wie wir wohl alle wissen. Wie wohltuend sind da oft Gespräche mit den Godos, den Festlandspaniern. Letztere werden ja auch nie komplett integriert in die Kanarische Gesellschaft

De Godos und die Guiris. Die Guiris sind die Mitteleuropäer.

Aber letztlich sind die meisten Palmeros liebenswerte und hilfsbereite Menschen. Und sie können treue Freunde sein, auch wenn man nicht sooo gut Spanisch spricht. Man muss nur mit offenem Herzen auf sie zugehen. Ein paar Kackspatzen gibt es überall.

Die Palmerische Gesellschaft ist gekenzeichnett von grossen Familien mit viel Zusammenhalt und dass der eine den anderen kennt, da die Gemeinden eben sehr klein sind. Und das dazugehörige Gekungel. Davon kann man durchaus auch profitieren. Wenn man jemanden kennt der jemanden kennt.

Es gilt immer, mit dem Hute in der Hand........

Wer nicht so gut Spanisch spricht / lernt sollte mal über TF oder GC nachdenken. Das sind internatonale Schmelztigel. Da ist man nicht " der / die Fremde ", da sind alle fremd. Und die Leute haben einen weiteren Horizont als auf den kleinen Inseln. Jeder wie er mag.

Ich persönlich würde nach TF gehen, stünde ich nochmal vor der Wahl. La Palma war mir zu eng. Wunderschön, aber zu eng.

11

Mittwoch, 2. Mai 2018, 23:27

vielen Dank erst einmal für die Antworten. Leider habe ich gerade einen irre langen Antworttext mit einem einzigen Mausklick ins Nirawana geschossen. Das Glück der Tüchtigen. :D Den ganzen Samon hätte wohl eh keiner gelesen.
Ich mache mir mal morgen meine Gedanken dazu.

12

Freitag, 4. Mai 2018, 11:28

Segelanreise, dann Wohnungssuche

Jan. 1014 habe ich mir 2 Wochen GC, Dez. 2 Wochen TF angesehen, werde 2016 Rentner. Durch den zunehmenden Tourismus explodierten auf den Ferieninseln die Mieten. Also Pisos en aquilar La Palma gegoogelt, rund gspäht beim Makler, zwischenzeitlich waren in WDR Wunderschön Tamina Kallert und Andrea Grießmann (Sendung Trauminsel im Atlantik) auf La Palma. Also die Möglichkeiten für Naturismus erforscht (Bin in einem niederländischen FKK - WG - Verein, Natu - Eco@EU) und von der Marina Santa Cruz die tarifos de atraque gefunden:

Meine erste Frage: Wie lange muss ein Neuzuzügler nach eurer Erfahrung mit Hotel und Mietwagen überbrücken, bis er den Mietvertrag hat und residente ist (Anlaufkosten)?

Hobby: Segeln. Plan: Eine kleinere Yacht, etwa 9 m, wird angeschafft und als Hotelersatz hin gesegelt. Vor Ort über Marina - WLAN der Makler (Idealista) kontaktiert und, mit dem Elektrofaltroller in der Backskiste (Spart den teuren Mietwagen) erst mal Wohnung gesucht, die ganzen Anmeldungen und Kontoeröffnung erledigt. Eintauchen in gesellschaftliches Leben (Los bares, centro de mayores. Falls Kontakte zu Palmereos entstehen, evt. verlieben (kann nach meiner Erfahrung auf GC und TF schnell passieren: Grundkenntnisse Spanisch erlernt und benutzt, im Spanien - Knigge https://de.search.yahoo.com/yhs/search?h…_ddc_dss_bd_com geprüft, wie man sich am wirkungsvollsten daneben benimmt und den Gottesdienst besucht.) . Dann, als residente, in einem letzten Hin - und Rückflug in meinem alten Leben in Deutschland (Ummeldung Einwohnermeldeamt, Auflösung von Wohnung und Konto) "Verbrannte Erde" hinterlassen. Kontakt zu Natu - Eco@Eu wird weiter laufen:

Falls die Spanje - Groep (Einige von uns sprechen mehr oder weniger Spanisch) Interesse hat, dient, falls die nachkommen wollen, die mittlerweile spanisch umgeflaggte S.Y. "Con Dios" vorläufig als Wohnschiff, bis die ein Haus gefunden haben. Und natürlich als Ferienboot, um, in unserem Verein fuera puerto fuera de ropa, die Kanaren unsicher machen zu können.

Also zweite Frage, die sich dann schon durch die Objektsuche beantworten lässt: Was gibt es auf La Palma an außerhalb gelegenen Fincas, falls die sich da gemeinsam ein Haus kaufen wollen?

13

Samstag, 12. Mai 2018, 22:00

OK - zumindest die bürokratischen Voraussetzungen sind abgeschlossen. Wenn ich wollte könnte ich anfangen zu suchen. Ich habe aber bewusst bei diesem Aufenthalt darauf verzichtet weil mir das Ganze zeitlich zu knapp ist und ich für mich das rein Organisatorische vorab gerne sortieren möchte. Ich weiss zwar im Grunde wie ein Kauf abgewickelt wird (OK - ich muss mir das ganze Zeug, was ich rausgesucht habe, mir noch einmal wieder anlesen. Es ist fast 2 ahre her das ich das alles auseinander gepflückt habe). Mir ist aber zZ. noch nicht ganz klar wie ich das Organisatorisch abwickele. Ich hatte schon mal Kontakt mir anwaltskanzelein im Raun Stuttgart/Frankfurt die sich auf Immo-Käufe/Verkäufe in Spanien spezialisiert haben. Die haben Partnerkanzlein hier unten oder zumindest in Spanien. Meine Idee war dabei eigentlich das die den ganzen Papierkram prüfen, angefangen bei der nota simple über Bewohnbarkeitnachweis und was es noch alles gibt. Und ich komme dann wenn der sein Go gibt zum Notartermin runter geflogen. Ich bin halt normaler Arbeitnehmer und kann nicht nach Gutdünken ständig auf die Kanaren jetten. Mein Chef würde mir den Vogel zeigen. Klar geht das mal aber nicht 3 oder 4 Mal, mal eben so. Abgesehen bekommt man auch nicht so einfach mal eben einen Flieger. Na mal sehen. Die würden zum Vertragsabschluss sogar anreisen wenn ich das will (und bezahle). Ohne die Flugkosten liegt der Anwalt preislich etwa beim doppelten einer Gestoia. Ich muss allerdings sagen das ich mit den "Alleskönnern" auch schon mal auf die Nase gefallen bin. Und das obwohl ich vorsortiert habe. Aber was man dort bekommt weiss man erst wenn man den Leuten gegenüber steht.

Ich speichere mal lieber bevor der Beitrag auch noch verschwunden ist.

14

Sonntag, 13. Mai 2018, 15:35

Hallo Luigi,
wenn es denn so weit ist für dich, schicke mir doch eine PN.
Ich bin selbst vor Jahren ausgewandert, inklusive Geld-verdienen-müssen und Wohnung-mieten statt kaufen.
Bei allem, was ich erlebt habe - überwiegend Positives - würde ich es immer wieder machen.
Ich kann dir auch jemanden vorstellen, der professionell den kompletten Auswanderungsprozess betreut.
Wie gesagt, PN, wenn du so weit bist.
Bei allem nicht das Schwärmen vergessen - die Welt lacht dich so an, wie du sie anstrahlst.
___________________________________________________________

Pessimismus ist mir zu anstrengend. Ich bin lieber grundlos glücklich.
:party:

Klaus12163

Forenmitglied

Beiträge: 19

Wohnort: Berlin

Beruf: Estoy retirado

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15

Sonntag, 13. Mai 2018, 19:16

Eine endgültige Entscheidung zwischen Deutschland oder La Palma werde ich treffen wenn meine Tochter ihre Ausbildung abgeschlossen hat und auf eigenen Füssen stehen wird und ich endgültig in Rente gehe. Und abhängig davon wieviel Kreuzer mir dann übrig bleiben .....

Eine schöne Theorie. Wenn dann ihre Tochter auf ihre Füßen steht, heißt auch, dass man auch Großvater dann irgendwann sein könnte. Die Bindung an Enkeln kann aber verdammt stark sein.

Ein anderes verrücktes Beispiel vom Auswandern:

Ein ehemaliger Kollege, ein Hamburger, wir waren damals im Süden Afrikas (Süd- und auch in Südwestafrika, das heutige Namibia). Wir hatten beide Familie und der Wunsch zurückzukehren, war bei unseren Frauen immer sehr groß. Er schaffte es wirklich 7 (sieben) mal auszureisen und wieder zurück zukommen und das innerhalb von rund 25 Jahren. Jetzt im Alter ist er wieder in Hamburg (ich bin schon viel länger wieder zurück) und dort hat er sein eigenes Miethaus in dem er auch wohnt. Einer seiner Töchter ist in Südafrika verheiratet, der Sohn ging weiter nach Australien, wo er heute noch lebt und er ist inzwischen 4-facher Opa geworden. :patsch:

Der Trieb auszuwandern ist bei vielen relativ groß. Voraussetzung ist immer die Sprache zu können. Im Süden Afrikas sind es eigentlich 2 Sprachen Afrikaans und Englisch. In Namibia wird auch noch Deutsch gesprochen, aber immer weniger.
Trotz der eigenen Sprachprobleme muss man unbedingt die Sprache des Landes lernen, sonst wird man vereinsamen. Es sei denn, die Nachbarn sind alle deutschsprachig und man kommt mit den Leuten auch klar. Von La Palma wieder zurück nach Deutschland ist ja nicht so ein großer Aufwand. Im Alter sieht das aber wieder etwas anders aus. Aber - wenn ich immer nur davon träume, hat man irgendwann seine Probleme damit, seinenTraum, der ja machbar war, nicht erfüllt zu haben und schaut auf sich selbst herab, "du Feigling", kommt dann schon mal hoch, wenn man ihn noch weiter nachhängt.
Übrigens - Auswanderer, egal wohin sie ausreisten, sind schon ein besonderes tolles "Völkchen". ;)

16

Sonntag, 13. Mai 2018, 21:59

Da wir innerhalb der EU rechtlich völlig abgesichert sind und es kulturell nur marginale Unterschiede gibt, ist und war es für mich nur 'umziehen'... vor 18 Jahren nach Formentera und jetzt von dort in ein anderes Bundesland...
Mit die besten Entscheidungen meines Lebens. Habe dadurch auch Düsseldorf für mich wiederentdeckt... aber nur zu Besuchszwecken, nicht um wieder dort zu wohnen. Bin derart hier zu Hause, dass ich schon mehrfach überlegte, aus Bequemlichkeitsgründen, die Staatsangehörigkeit anzupassen.

17

Sonntag, 13. Mai 2018, 23:25

Lieber FOR,

wie kann man als "Düsseldorfer" ohne unsere "Hausbrauereien", wie Füchschen, Uerige, Schumacher, Kürzer und Schlüssel (über)leben. Wenn ich für einige Wochen auf La Palma war und von "Dorada" oder ähnlichen Zumutungen für die körperliche und geistige Gesundheit fast krank geworden bin, freue ich mich unglaublich auf ein frischgezapftes Uerige "am Mäuerchen".

Herzliche Grüße aus Düsseldorf

18

Montag, 14. Mai 2018, 00:37

DAS ist leider nur MEHR als richtig. Aber durch die entbehrungsreichen Zeiten OHNE meine schöne Heimatstadt weiss ich dann, sie tatsächlich zu geniessen... inklusive ihrer vorzüglichen Brauereierzeugnisse.

19

Montag, 14. Mai 2018, 00:55

La Palma Altersruhesitz

Stimmt ... hier wird Dialekt gesprochen ...in Tazacorte z. B. ganz schaurig... :rolleyes: :rolleyes: wat willste machen...wir tun es ja auch...
mit guten Willen und Freundlichkeit und aufeinander zugehen klappt das :D

Palmaregi

Forenmitglied

Beiträge: 89

Wohnort: El Paso

Beruf: Buchhändlerin, Lektorin, LEBEN!

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20

Montag, 14. Mai 2018, 20:25

Das Sprechen der Palmeros finde ich weder "schauderhaft" noch" schaurig", ihre Sprache ist eben IHR Spanisch!

Und da bin ich als "Gast" gefordert, mich damit auseinander zu setzen...

Ich persönlich habe meinen privaten Lehrer bewusst gefragt, welche Sprache lerne ich ? Antwort : Castellano!
Nicht palmerisches Spanisch.

Ich mache mich auch bei Palmeros verständlich, ohne sämtliche "s" zu verschlucken...

Schwierig wird es, wenn Einheimische nicht nur das "s" weglassen, sondern auch andere Teile von Wörtern. Mein Nachbar sagt zu mir: " Ich geh jetzt rein, Television, FUBO".

Bitte WAS?

FUBO! Erst durch Fussbewegungen wurde mir klar, Fussball! Also wurde "Futbol" zu "Fubo".

Das ist etwas schwierig, sich da durchzuwursteln, aber diese Angewohnheit, alles "überflüssige" schlicht wegzulassen, auch in der Sprache, macht mir die Menschen hier um so symphatischer...


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