Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das offene La Palma Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Dienstag, 10. April 2018, 08:57

Zecken und Borreliose

Hallo liebes Forum,

das Thema wurde zwar 2008 schon mal diskutiert, aber da es einige Zeit her ist, habe ich mal eine Frage dazu.
Meine Borreliose Infektion letztes Jahr hat mich ganz schön umgehauen und tut es teilweise bis heute. Die "Nachwehen" werden wohl nie mehr ganz weggehen und ich muss zugeben, dass Zecken inzwischen eine regelrechte Panik bei mir auslösen.
Nun habe ich in den 14 Besuchen auf La Palma wirklich noch nie eine Zecke gesehen und war irgendwie immer der Meinung, dass diese von den Eidechsen gefressen werden und somit auf den Kanaren nicht vorkommen. Ok - etwas naiv.

Nun habe ich aber einen Artikel gelesen, dass die Gefahr, die von Zecken und Kakerlaken ausgeht, nicht zu unterschätzen sei und das es natürlich auch Borreliose auf der Insel gibt.

Wollte mal eure Erfahrungen erfragen. Gibt es gefühlt wirklich viele Zecken? Kennt ihr Borreliose Fälle auf der Insel?

Also gerade ist es bei uns wieder so, dass ich nur kurz über die Wiese laufe und schon 2-3 Zecken an der Hose habe. Es ist einfach schrecklich.

2

Dienstag, 10. April 2018, 09:07

also Zecken gibt es. Ich hatte dieses Jahr auch schon 2, und die Katzen schleppen auch dauernd welche an.
Ob es Borreliose gibt, weiß ich nicht. Ich hatte bisher noch nie Probleme damit.

3

Dienstag, 10. April 2018, 09:27

Im Netz gibt es die folgende Diplomarbeit zur Zeckenpopulation auf den Kanarischen Inseln .
Unter Punkt 1.5.6 gibt es speziell Anmerkungen zur Borreliose auf den Kanarischen Inseln .

http://www.parasitosen.de/images/downloa…it_kurzrock.pdf

Gerold

Forenkenner

Beiträge: 455

Wohnort: La Palma

Beruf: Jubilado

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 10. April 2018, 10:38

Nun habe ich aber einen Artikel gelesen, dass die Gefahr, die von Zecken und Kakerlaken ausgeht, nicht zu unterschätzen sei und das es natürlich auch Borreliose auf der Insel gibt.


Wo hast Du das gelesen? Die von @Birigoyo verlinkte Arbeit verneint das.

Wir haben ganz vereinzelt Zecken an Katzen gesehen. Allerdings kein Vergleich mit der Situation in Mitteleuropa.

.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

5

Dienstag, 10. April 2018, 11:24

Es gab dieses Thema hier schon mal, es wurde auch über einen Borreliose-Fall berichtet:

http://la-isla-bonita.info/forumng/index…ecken#post31046
Liebe Grüße aus Düsseldorf

Silke und Thorsten

6

Dienstag, 10. April 2018, 11:53

Meine Borreliose Infektion letztes Jahr hat mich ganz schön umgehauen und tut es teilweise bis heute. Die "Nachwehen" werden wohl nie mehr ganz weggehen und ich muss zugeben, dass Zecken inzwischen eine regelrechte Panik bei mir auslösen.

Ich hatte innerhalb von 5 Jahren zweimal eine Borreliose. Die Infektion fand wahrscheinlich einmal in Düsseldorf und einmal in der Nähe von Bad Tölz statt. Wenn die Borreliose frühzeitig entdeckt wird, was bei mir der Fall war, vernichtet eine Behandlung mit Antibiotika zuverlässig alle Borrelien. Ich habe bis heute keinerlei gesundheitliche Beschwerden, die auf die Borreliose zurückzuführen sind. Das ist mittlerweile seit 5 Jahren der Fall.

Allerdings habe ich seitdem mein Verhalten verändert. Ich meide bei meinen sportlichen Betätigungen hohes Gras und dichtes Unterholz und kontrolliere während und danach, ob sich Zecken finden lassen.

In der warmen Jahreszeit trage ich aber nach wie vor kurze Hosen. Man darf vor allem nicht in Panik verfallen und auf jedem Grashalm, den man berührt, eine Zecke vermuten. Sonst entwickelt sich schnell eine "Borrelienpsychose", die einem den Aufenthalt in der "freien Natur" verleidet.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DüsselDorfer« (10. April 2018, 12:08)


FOR

Forenmitglied

Beiträge: 180

Wohnort: Formentera

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 10. April 2018, 16:24

Und Cucarachas sind Bakterien-Kreuzfahrtschiffe... aber mit den kommt man selten in direkten Kontakt...

8

Dienstag, 10. April 2018, 17:49

aber mit den kommt man selten in direkten Kontakt...
Also wenn ich z.B. in Puerto Naos durch die Straßen spaziere, dann sehe ich öfter mal welche. Und auch an anderen Orten, die nicht so tief liegen (weil es bei den tiefer gelegenen Orten klimatisch recht logisch erscheint Cucharachas zu begegnen), wie z.B. Las Manchas, sind mir auch schon welche vor die Füße gelaufen.

9

Dienstag, 10. April 2018, 18:39

@Gerold, das habe ich hier gefunden. Ist von 2017, also recht aktuell.


@ Düsseldorfer, freut mich, wenn das AB bei dir geholfen hat. Bei mir war es fast zu spät und auch die Gabe zu kurz. Und bei vielen Leuten hilft AB gegen Borreliose leider gar nicht. Habe mich sehr viel mit der Thematik beschäftigt, weil ich mit Dingen zu kämpfen habe/hatte, die ich 29 Jahre lang davor nicht gekannt habe.

Aber es ist zumindest beruhigend zu lesen, dass die Situation nicht wie in Mitteleuropa ist. Die Studie lese ich mir gleich mal durch. Danke

10

Dienstag, 10. April 2018, 18:56

Wenn der Käptn einen Borreliosefall kannte, dann ist das wohl ein absoluter Ausnahmefall gewesen. Meine Frage ist, ob in dem Fall der die Borreliose auslösende Zeckenbiss eindeutig auf den Kanaren stattgefunden hat? Mein Schwiegervater hatte hier auf Lanzarote auch jahrelang Gelenkprobleme, bis er seinen Hausarzt in Deutschland mal darum bat, einen Borreliose-Test zu machen. Und sieheda, er hatte Borreliose. War aber eindeutig auf einen Zeckenbiss in Deutschland zurück zu führen. Dort hatte er ab und zu Zecken zu entfernen; hier nie.

Im Netz gibt es die folgende Diplomarbeit zur Zeckenpopulation auf den Kanarischen Inseln .
Unter Punkt 1.5.6 gibt es speziell Anmerkungen zur Borreliose auf den Kanarischen Inseln .

http://www.parasitosen.de/images/downloa…it_kurzrock.pdf

Hihi, Lina, die Verfasserin kenne ich persönlich ;). Sie musste sich damals sehr bemühen, an genügend Zecken zu kommen.

11

Dienstag, 10. April 2018, 19:21

Habe gerade mal eine Weile auf google.es und mit spanischen Suchbegriffen gesucht. Man wird wahrlich nicht überhäuft mit Suchergebnissen. Bin auf einen Fall in 2007 gestoßen. Auf Gran Canaria war eine Gärtnerin betroffen. Sie pflegte einen aus Thailand frisch importierten Rasen auf einem Golfplatz. Da war die Zecke wohl mit dem Rasen gekommen.

12

Dienstag, 10. April 2018, 20:47

Pardon an alle, dass ich gleich 3 Postings untereinander schreibe - ist ansonsten nicht so meine Art. Habe erst jetzt den Link von Namiwi119 angeklickt:

@Gerold, das habe ich hier gefunden. Ist von 2017, also recht aktuell.


Aha, diese tagungsähnliche Veranstaltung - oder wie auch immer man so etwas nennen mag - fand unter der Schirmherrschaft von professionellen Kammerjägern statt, allen voran Rentokill.

Na und wenn Radio Europa :woot: festgestellt hat, dass Zecken auch hier Borreliose übertragen können, heißt es noch längst nicht, dass sie es auch tun, und überhaupt ... Lustig. Wusste gar nicht, dass es unser "Bäcker-Radio" noch gibt - Radio Europa ist die Kreation eines gewissen Herrn G. aus L. - ist schon lange her:
Link

13

Mittwoch, 11. April 2018, 08:34

:-) Ah ok, na das klingt doch erstmal nicht schlecht. Ich denke, wenn es wirklich so extrem wäre wie in Deutschland, gäbe es hier mehr "schlechte" Erfahrungen damit.
Die Aussage, ob die Borreliose dann wirklich von La Palma oder schon aus Deutschland stammt ist ebenfalls interessant und Nachforschungen wert,

Okay, das beruhigt mich jetzt definitiv erstmal. Vielen Dank für eure Erfahrungen

14

Mittwoch, 11. April 2018, 11:19

Die Diplomarbeit behandelt in erster Linie die Infektion von Zecken mit Rickettsien auf Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria. La Palma wird darin nicht behandelt.

In dem von Birigoyo zitierten Kapitel 1.5.6 wird eine sehr allgemeine Aussage zum Vorkommen von Borreliose auf den Kanarischen Inseln gemacht. Danach sind bis zum Jahr 2010 keine Infektionen mit Borreliose aufgetreten. Eine Quellenangabe ist nicht vorhanden. Deshalb kann nicht beurteilt werden, wie zuverlässig diese Information ist.

Wenn La Palma ein Borreliose-Risikogebiet wäre, gäbe es mit Sicherheit Hinweise in der Literatur darüber. Ich habe bisher keinerlei zuverlässige Informationen dazu gefunden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DüsselDorfer« (11. April 2018, 12:49)


15

Mittwoch, 11. April 2018, 12:41

In dem von Birigoyo zitierten Kapitel 1.5.6 wird eine sehr allgemeine Aussage zum Vorkommen von Borreliose auf den Kanarischen Inseln gemacht. Danach sind bis zum Jahr 2010 keine Infektionen mit Borreliose aufgetreten. Eine Quellenangabe ist nicht vorhanden. Deshalb kann nicht beurteilt werden, wie zuverlässig diese Information ist.
So ist es .
Etwas Konkreteres zum Thema in Bezug auf die Kanarischen Inseln oder sogar La Palma zu bekommen scheint aber schwierig zu sein .

16

Mittwoch, 11. April 2018, 18:11

Über nicht existierende Tatbestände ist es immer schwierig, konkrete Informationen zu bekommen! :)

17

Mittwoch, 11. April 2018, 20:19

:patsch: :sekt: touché
___________________________________________________________

Pessimismus ist mir zu anstrengend. Ich bin lieber grundlos glücklich.
:party:

18

Mittwoch, 11. April 2018, 22:26

:patsch: :sekt: touché
Na Tanja , besser wäre wohl mal ein konstruktiver Beitrag zum Thema , anstatt " Hauptsache mal mitgemischt " .

19

Donnerstag, 12. April 2018, 00:44

Ich kann da gar nichts Konstruktives sagen, weil ich mich mit dem Thema kaum beschäftigt habe.
Eine Zecke aus meiner Katze rausdrehen, mit Hilfe von Olivenöl und Pinzette, bezeichne ich kaum als Sachkenntnis.
In so einem Fall halte ich lieber den Mund, bzw. tippe nicht.


Aber ich fand den Adalbert-Satz lustig und treffend und hab mir die Freiheit genommen, dass zu schreiben. :alien:
___________________________________________________________

Pessimismus ist mir zu anstrengend. Ich bin lieber grundlos glücklich.
:party:

20

Donnerstag, 12. April 2018, 08:41

Eine Zecke aus meiner Katze rausdrehen, mit Hilfe von Olivenöl und Pinzette

Die Verwendung von Öl ist gefährlich, weil es die Zecke veranlasst, Bakterien in die Einstichstelle abzusondern.

Im folgenden Link wird die sachgemäße Entfernung von Zecken beschrieben:

https://www.drhoelter.de/tierarzt/tierpf…-entfernen.html

Ähnliche Themen


Spenden an das Forum.


Der Betreiber dieser Community möchte hiermit noch ein paar Worte verlieren.
Bitte respektieren Sie die Persönlichkeitsrechte aller Teilnehmer und sprechen in einem Ton, in dem auch Sie gerne angesprochen werden.
Gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis sind die Grundlagen menschlichen Umgangs.
Hinweise zu Inselprodukten sind erwünscht, gewerbliche Informationen dulden wir nur in den ausdrücklich hierfür bestimmten Bereichen.

Impressum und Kontakt zum Betreiber