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Freitag, 6. April 2018, 17:19

Asphaltwerk - wer kennt aktuelle Infos?

Auf Facebook kursieren heute Meldungen wie "Das zweite Asphaltwerk im Industriebebiet ist genehmigt worden! Trotzt
gerichtlichem Verbots hat Los Llanos durch administratives Nichtstun
eine Betriebsgenehmigung herbeigeführt." Eine kurze Recherche im Internet zeigt, dass das eigentlich aus dem Jahr 2013 stammt. Leider finde ich keine Infos über den aktuellen Stand der Dinge. Wer hat sich näher damit beschäftigt und kann hier aktuelle Infos geben?

Hab jetzt noch eine Zeitungsnotiz vom 13.12.2017 gefunden:
http://eldia.es/palma/2017-12-13/6-Llano…nta-asfalto.htm

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »El Vienés« (6. April 2018, 17:26)


2

Freitag, 6. April 2018, 22:08

diesen Artikel hab ich gestern zufällig gelesen:
http://www.eltime.es/la-calle/15362-el-p…r-luchando.html

3

Freitag, 6. April 2018, 22:10

und elapuron hat vorgestern auch was zum Thema veröffentlicht :
https://elapuron.com/noticias/sociedad/1…ata-sigue-vivo/

4

Freitag, 6. April 2018, 23:38

Ja auch im heutigen Correo de Valle gibt es einen Text der Plattform gegen die Asphaltwerke - sie brauchen wohl Spenden um den Kampf gegen die Asphaltwerke fortsetzen zu können!
»El Vienés« hat folgendes Bild angehängt:
  • 2016-04-06 Correo-Artikel-Asphaltwerk.jpg

5

Samstag, 7. April 2018, 04:14

Danke für die neuen Infos.
Da müssen wir wohl wieder "in die Tasche greifen..." :cursing: X(

6

Samstag, 7. April 2018, 10:46

Danke für die neuen Infos.
Da müssen wir wohl wieder "in die Tasche greifen..." :cursing: X(
.....und zum dritten Mal wieder auf die Strasse gehen. X(

Tipp für neuere User:
2 x Asfaltfabrik im neuen Industriegebiet von Los Llanos
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
Bertolt Brecht

Gerold

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7

Samstag, 7. April 2018, 19:08

Ich habe die angesprochenen Artikel (auch den auf deutsch im Correo del Valle) mehrmals durchgelesen und bin auch etwas ratlos. Die Sache mit der Baugenehmigung, die der Betreiber der Unaspa wegen des Schweigens der Gemeinde zu haben glaubte, ist ja wohl schon 2008 passiert. Dann kam aber doch das Gerichtsurteil, das für beide Asphaltwerke den Abriss anordnete, was im Fall des oberen Werks von Señor Ruiz Romero ja auch geschah. Dass das Unaspa-Gebäude noch nicht abgerissen ist, lag nach meiner Information daran, dass der Besitzer Insolvenz anmeldete und die Gemeinde den Abriss hätte bezahlen müssen.

Nun scheint das Unternehmen bzw. der Konkursverwalter erneut vor Gericht gegangen zu sein und erreicht zu haben, dass die ursprüngliche "Baugenehmigung durch Nichtstun" der Gemeinde für gültig erklärt wurde. Da aber diese Baugenehmigung wegen Verstoßes gegen Umweltgesetze rechtswidrig war, kann meiner Meinung nach trotzdem daraus keine Betriebsgenehmigung abgeleitet werden. Asphalt wird da wohl nie gekocht werden. Es geht wohl einzig darum, wer den Abriss bezahlt und dem Investor Schadensersatz für die verlorene Investition und den entgangenen Gewinn leistet. Deshalb ist die Gemeinde, das entnehme ich dem Text von "No Asfalto", in Revision gegangen. Am Ende wird wohl wieder der Steuerzahler den Schlamassel bezahlen.

Ein weiteres Problem am oberen Callejón dela Gata stellen die "Steinbrecher" gegenüber dem Industriegebiet dar, die die Anwohner durch Lärm, Staub und immensen LKW-Verkehr nerven. Zwei der drei Betriebe wurden zwar wegen fehlender Lizenzen kürzlich behördlicherseits geschlossen, der verbleibende dritte hat dafür um so mehr zu tun. Da der gesamte Bereich -Industriegebiet plus Steinbrecher- keine vernünftige Straßenanbindung hat und legal nur über die östlich gelegene LP-2 anzufahren und zu verlassen ist, fahren immer mehr schwere LKW über die umliegenden, nur bis 5,5 t zugelassenen Sträßchen, z.B. die untere Callejón de la Gata. Die Policia Local grüßt sie freundlich. :police:
.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

9

Montag, 9. April 2018, 21:03

Interessant ... offensichtlich hat das "Silencio administrativo" in Sachen Asphaltwerke bei Euch eine Wirkung bis ins Hier und Jetzt. Seinerzeit war die stillschweigende Genehmigung an der Tagesordnung, um selbst Unmögliches möglich zu machen. Wenn die Behörden einfach nichts gemacht haben, also nicht reagiert haben, galten Projekte insbesondere der Bauwirtschaft als genehmigt, wenn keine Vorbehalte vonseiten der Gemeinden vorlagen. Also herrschte vor allem auf "meiner" Insel Lanzarote unglaublich viel und tiefstes Stillschweigen, weshalb wir bei uns ganz besonders viele Betonklötze und sonstige unangenehme, bauliche Auswirkungen haben, die eigentlich nie hätten genehmigt werden dürfen.

Dieses ulkige "silencio administrativo" wird bei uns angesichts der zunehmenden Strafprozesse peu à peu zum Auslaufmodell. Allerdings nur langsam. Aber auch langsame Schnecken erreichen irgendwann mal ihr Ziel. Proteste lohnen sich schon; auch wenn meistens nur indirekt, also für zukünftige Projekte. Laufende Projekte wurden bei uns letztendlich allesamt durchgewunken. Leider. Unsere Insel ist verschandelt worden vor lauter "silencio administrativo". Nun gibt es nicht mehr viel "silencio administrativo" - aber es ist schon zu spät. César Manrique würde in seinem Grab dauerhaft rotieren, wenn er das alles noch erlebt hätte.

claudia

10

Montag, 9. April 2018, 23:09

@Claudia..... Das vermeintliche Paradies bekommt / hat heftige Risse.
Schade....

Escubic

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Wohnort: La Capilla, Puntagorda

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11

Samstag, 14. April 2018, 16:51

ich habe schon immer die Aufregung um das Asphaltwerk für übertrieben gehalten. La Palma braucht nun einmal Asphalt und die Gesundheitsgefahr von einem Werk dass die vorgeschriebenen Emissionswerte einhält ist wohl auch eher begrenzt. Ich kann mir vorstellen dass die Gesundheitsgefahr von dem Kaminbrand der Häuser der Deutschresidenten im Winter in der Inversionsschicht (wo sich der Rauch anreichert) höher sein dürfte. Ganz zu schweigen von dem NOx-Emissionen des Kraftwerkes oder nahe einer vielbefahrenen Straße.

Davon unabhängig empört mich immer wieder dass Gesetze gemacht werden an die sich aber nur das Fußvolk halten soll. Die palmerische Nomenklatura kann sich ungeniert die Taschen voll machen. Das ist was mich beim Thema Asphaltwerk stört, nichts anderes. Ich finde es auch gut, dass sich Bürger für Ihre Rechte einsetzen. Ich halte es nur in diesem Falle für übertrieben. Lieber gegen die Verschandelung unserer Insel durch sinnlose Bauprojekte vorgehen oder überfällige Infrastrukturen anmahnen.

La Palma leidet unter einer rücksichtslosen Zersiedlung der Landfläche, maßgeblich durch Ausländer vorangetrieben, die nicht im Standtkern wohnen wollen. Gesetze die einen Abstand von Industrie zur Wohnbebauung einfordern machen bei zersiedelten Inseln keinen Sinn!

Immerhin hat die Bürgerinitiative gegen das erste Asphaltwerk indirekt den Lidl in Los Llanos ermöglicht (weil der Bebauungsplan für nichtig erklärt wurde), was eine Riesenerleichterung für uns war.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Escubic« (14. April 2018, 17:01)


Gerold

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12

Samstag, 14. April 2018, 18:26

Es ist richtig, dass La Palma Asphalt braucht. Allerdings reicht die Produktion des bestehenden Asphaltwerkes bei Fuencaliente völlig aus. Zwar ist auch dieses illegal, aber offenbar beschwert sich dort niemand. Für ein zusätzliches Werk gäbe es durchaus Standorte fern jeglicher Bebauung, z.B. auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie in Mendo. Die marranda im oberen Callejón de la gata war ja, dass die Gemeinde Los Llanos diese riesige wertlose Fläche im Malpais dem Eigentümer abgekauft und mit vollkommen übertriebenen Aufwand (4-spurige Zufahrtsstraße!) erschlossen hat, um dort ein Industriegebiet zu eröffnen. Es hätten dort nicht nur Asphaltwerke, sondern jede Art von emittierender Industrie betrieben werden dürfen. Insofern war der Widerstand der (nicht nur deutschen!) Anwohner gerechtfertigt und ein Segen, weil weitere Investoren abgeschreckt wurden. Jetzt ist das Gelände de facto zum Gewerbegebiet geschrumpft, wo zwar Autos verschrottet, Müllwagen gewartet und Bloques hergestellt werden, aber giftige Emissionen sind jetzt nicht mehr zu befürchten, es sei denn, das UNASPA-Werk wird tatsächlich hochgefahren. Ob das dann tatsächlich irgendwelche Grenzwerte einhält, ist angesichts der Nähe der Besiedelung (nochmal: nicht nur durch Deutsche) eher uninteressant.

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