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21

Samstag, 4. November 2017, 08:49

Kommentar von Expertenseite

Hier
http://www.zeit.de/stellungnahme-elektro…vember-2017.pdf
ist ein lesenswerter Kommentar zur Elektromobilität in Deutschland, der zeigt, dass die Diskussion der Jamaikaner über Co2 und Elektroautos noch meilenweit von den nötigen Maßnahmen entfernt ist. Mir scheint wichtig, dass auch der Unsinn der tonnenschweren SUVs mit in die Diskussion einbezogen wird.

Sportschütze

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22

Samstag, 4. November 2017, 10:28

Was bitte ist denn eine ( DIE ) nötige Maßnahme
und wer beurteilt - und gibt dieses - als solches vor ?
:thumbup:

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:sekt:

23

Samstag, 4. November 2017, 10:45

Mögliche Maßnahmen

Mögliche Maßnahmen sind:
Reduktion der CO2 Emission durch den Verkehr
Reduktion der Schadstoffe vor allem in den Städten: Stickoxide, Feinstaub

Beurteilung durch wissenschaftlichen Konsens
Vorgabe durch gesellschaftlichen Konsens

Escubic

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24

Samstag, 4. November 2017, 11:41

In Europa ist die Elektromobilität wegen Reichweitenproblematik und Ladeinfrastruktur für Fernreisen vielleicht erst ab 2019 wirklich praxistauglich, aber auf den Kanarischen Inseln ist mit Erreichen der 200 km Reichweite nur noch das Argument "was ist wirtschaftlicher?" wichtig.

Die Modelle VW E-Golf und Hyundai Ioniq Electric sind seit Mitte 2017 auf den Kanarischen Inseln auf die Lebensdauer und mit staatlicher Förderung bereits billiger als die direkt vergleichbaren Benzinautos und bieten dafür mehr (z.B. Automatikschaltung, höhere Ausstattung als Benzinvariante), da der Strom hier so billig ist (9 ct/kWh nach 23 Uhr im Nachttarif).

Ich persönlich glaube nicht dass es eine Übergangstechnik (Hybrid) eine Chance haben wird. Der Übergang von Nokia-Tastentelefon zu Smartphone-Touchscreen, oder von Filmkamera zu Digitalkamera waren auch ohne teure Zwischenschritte. Ein Auto wird im Schnitt auf 12,6 Jahre angeschafft (Lebensdauer in D von Erstzulassung bis endgültiger Stilllegung), auf den Kanarischen Inseln sind es über 15 Jahre. Keiner macht eine 15-Jahres Investition in eine Übergangstechnik die in 5 Jahren bereits wieder Geschichte ist.

Sportschütze

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25

Samstag, 4. November 2017, 12:41

Beurteilung durch wissenschaftlichen Konsens
Vorgabe durch gesellschaftlichen Konsens


Darüber streiten sich auch die Wissenschaftler: Die Reduzierung des Co2Ausstoß ist natürlich gesundheitsfördernd und
lässt die Erde etwas länger "leben", aber letztlich werden wir mit all unseren Bemühungen es nicht erreichen, dass
in zig-tausenden von Jahren ein Kollaps , Untergang der Erde wie wir sie jetzt kennen, passieren wird. Ob also die
jetzigen Lebensformen hundert Jahre mehr oder weniger existieren, ist unserer Erde letztlich völlig egal, aufhalten
können wir es letztlich nicht. So die Wissenschaft.
:thumbup:

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26

Samstag, 4. November 2017, 15:30

Noch ein paar Probleme mit dem Laden..

@Escubic,
es gibt hier auf La Palma doch noch Probleme außer der Wirtschaftlichkeit. In vielen Gegenden ist die Stablität der Stromversorgung nicht optimal, im Winter 2009/2010 ist in großen Teilen des Aridane-Tals tagelang der Strom weg gewesen. Wenn man dann das E-Auto aufladen will, muss man eine der öffentlichen Ladestationen nutzen oder einen Freund haben, der gerade noch Strom hat. Für Auto-Vermieter keine gute Situation. Wenn der Mieter auch noch schusselig ist und abends das Aufladen vergisst und morgens die Reichweite minimal ist, ist das ebenfalls Mist. Mit zunehmender Reichweit wird sich das Problem lösen, aber zur Zeit ist das noch ein Abenteuer mit dem E-Auto. Da haben Hybride doch Vorteile: geringe Wartung weil ohne Kupplung (Toyota) und geringer Verschleiß der Bremsen, dazu Automatic und noch den Benziner als Reserve. Also fast alles was volle Stromer auch haben.

27

Sonntag, 5. November 2017, 10:39


Ich persönlich glaube nicht dass es eine Übergangstechnik (Hybrid) eine Chance haben wird. Der Übergang von Nokia-Tastentelefon zu Smartphone-Touchscreen, oder von Filmkamera zu Digitalkamera waren auch ohne teure Zwischenschritte. Ein Auto wird im Schnitt auf 12,6 Jahre angeschafft (Lebensdauer in D von Erstzulassung bis endgültiger Stilllegung), auf den Kanarischen Inseln sind es über 15 Jahre. Keiner macht eine 15-Jahres Investition in eine Übergangstechnik die in 5 Jahren bereits wieder Geschichte ist.
Auch da gab es Hybridlösungen. Der Nokia Communicatior, PDAs, Blackberry auf der einen Seite und Magnetbänder in Videokameras, auf die zwar digitale Inhalte, aber auf die altmodische Art und Weise aufgezeichnet wurden, auf der Anderen. Toyota verkauft ja schon ewig seine Hybridautos und das recht erfolgreich. Inzwischen springen immer mehr Hersteller auf, wenn auch vorrangig, um die Systemleistung zu steigern und die Autos grün zu rechnen. Es krankt allenfalls noch an der winzigen Akkugröße.

Gerold

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28

Sonntag, 5. November 2017, 13:17

Elektro-Auto-Schau in Santa Cruz und Los Llanos.

Bis zu 15 Elektrofahrzeuge aller Marken, die es derzeit auf dem Kanarischen Markt gibt, werden am Freitag, 17. November 2017, bei der Feria del Vehiculo Electrico in der Calle Real in Santa Cruz de La Palma ab 10 Uhr morgens präsentiert. Interessenten können mit Experten fachsimpeln und Probefahrten machen. Von 11.30 bis 13.30 Uhr informiert Albert Bosch über die Vorteile eines Umstiegs auf ein Fortbewegungsmittel mit E-Antrieb. Am Samstag, 18. November, fährt die Schau weiter nach Los Llanos, wo das Programm wiederum um 10 Uhr morgens in der Avenida Dr. Fleming beginnt.

Quelle: http://www.la-palma24.info/la-palma-nach…n-am-3-11-2017/

.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

29

Sonntag, 5. November 2017, 18:04

Elektroautos

Die E-Auto Schau werde ich mir ansehen. In ein paar Jährchen wird das vermutlich der neue Wagen, aber bisher tut der alte es auch noch. Für Leser die sich wirklich für das Thema interessieren:
http://www.spektrum.de/news/wie-ist-die-…mpaign=ZON_KOOP

Escubic

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30

Sonntag, 19. November 2017, 19:20

War jemand auf der Elektroauto-"Messe" in Santa Cruz oder Los Llanos? Hier ein paar total subjektive Eindrücke:

https://hdmeteo.wordpress.com/2017/11/18…-in-los-llanos/

31

Donnerstag, 18. Januar 2018, 18:23

dabei ist die lösung so naheliegend :D

http://www.der-postillon.com/2015/12/gen…-ladt-sein.html

Escubic

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32

Donnerstag, 18. Januar 2018, 20:38

Ich hatte nun die Gelegenheit, einen Hyundai Ioniq Elektro für 2 Wochen in Deutschland zu fahren um mir eine Meinung zu bilden ob so ein Auto für die Kanaren geeignet ist. Das Problem ist ja meist dass in den Meinungsforen immer nur die Fanboys und Schönredner den Ton angeben, egal ob Elektroautoforum oder La Palma Forum.

Lange Rede kurzer Sinn: Ein super Auto für die Kanaren! Bei Minusgraden und schüttendem Regen sowie vielen Autobahnfahrten (all das gibt es so extrem auf La Palma nicht) hatte ich immer etwa 170 km Reichweite, auf La Palma wären es garantiert 200 km. Bergabfahren regeneriert wirklich den Akku, klasse. Es funktioniert sehr gut, auch das nächtliche Laden an einer normalen Schukosteckdose.

Für den Kontinent ist das Auto aber angesichts der Reichweite nichts! Aber für La Palma, Tenerife, Gran Canaria ist es genau das richtige Auto. Wer es im Endesa-Nachttarif laden kann der fährt quasi kostenlos damit auf den Inseln herum. Die vom Cabildo aufgestellten Ladestationen sind allerdings komplett untauglich da zu langsam für unterwegs - das Laden erfolgt eben über Nacht in der eigenen Hütte wo es keine Rolle spielt wenn das Auto über Nacht 8 Stunden eingestöpselt ist.

Ich denke auch der E-Golf der ganz vergleichbar ist sollte für La Palma gut funktionieren. Auf Wärmepumpe und Schnellladeanschluss als Extras kann man hier verzichten, ebenso auf die ganzen elektronischen Helferlein die eh nur auf der Autobahn funktionieren.

33

Donnerstag, 18. Januar 2018, 22:04

Ich bin ein Freund von Umweltfreundlichen Energien.

Der Individualverkehr gehört sicher zu den Energieintensivsten Auswüchsen unseres westlichsten Livestyles. Aber mich eingeschlossen lieben es eine Menge Menschen, mit dem eigenen Fahrzeug Erfahrungen zu machen, die man mit anderen Verkehrsmitteln nicht erleben kann.

Um eine gewisse Reichweite eines Fahrzeugs zu erreichen ist es unabdingbar, einen Treibstoff mit einer hohen Energiedichte einzusetzen. Benzin ist da so ein Material. Lithiumbatterien haben dagegen eine vergleichsweise geringe Energiedichte.

Wasserstoff aber hat eine sehr hohe Energiedichte. Zusammen mit einer Brennstoffzelle und Sauerstoff, kann dauerhaft an Bord eines Fahrzeugs genügend Strom erzeugt werden, um mit ca. 5-7 Kg Wasserstoff von München nach Hamburg zu fahren, und zwar nicht im Schneckentempo sondern im Schnitt mit 130 Km/h.

Wasserstoff kann mit überschüssiger Energie aus regenerativen Quellen aus Süßwasser mittels Katalyse gewonnen, verflüssigt und gespeichert werden. Man könnte sogar das komplette Gasleitungssystem weltweit auf Wasserstoff umstellen. Damit könnte man dann mittels Brennstoffzellen in jedem angeschlossenen Haushalt den eigenen Strom und auch Wärme zum Heizen, oder Kälte zum Kühlen des Gebäudes erzeugen. Voraussetzung dafür ist, das man mindestens die doppelte Leistung an regenerativen Energien installiert, die momentan für den weltweiten Bedarf prognostiziert wird.

Zur Zeit gibt es sogar schon ein paar Serienfahrzeuge und auch Kleinkraftwerke für Häuser, die die Erzeugung des eigenen Stroms und die Heiz/Kühlenergie aus Wasserstoff für Gebäude und das individuelle Fahren mit Brennstoffzellenfahrzeugen ermöglichen.

Ahoi und Grüße
Die Zeit ist eine hartnäckige Illusion - Albert Einstein

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Kaeptnboeff« (18. Januar 2018, 22:23)


Sportschütze

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34

Freitag, 19. Januar 2018, 10:35

Lange Rede kurzer Sinn: Ein super Auto für die Kanaren! Bei Minusgraden und schüttendem Regen sowie vielen Autobahnfahrten (all das gibt es so extrem auf La Palma nicht) hatte ich immer etwa 170 km Reichweite, auf La Palma wären es garantiert 200 km. Bergabfahren regeneriert wirklich den Akku, klasse. Es funktioniert sehr gut, auch das nächtliche Laden an einer normalen Schukosteckdose



Bei ( fast ) vollständiger Entladung der Batterie beträgt die Ladezeit an einer normalen Steckdose ca 12 Std. An einer Schnellladestation
etwas mehr als die Hälfte ( ca 7 ). Wie bei anderen Fahrzeugen auch, verbraucht der Elektromotor auf Landstraßen und Autobahnen,
weniger, sodass im normalen Innerortsbetrieb die auf dem Tacho angezeigte Reichweite bei weitem nicht erreicht werden kann, ist aber
auch für hier auf der Insel erst mal egal, da ja die Entfernungen nicht ganz so groß sind.

Was aber nennenswert zu Buche schlägt ist, dass das Bergauffahren extrem an der Gesamtreichweite frisst und das Bergabfahren nur extrem
wenig was zur Ladung der Batterie bei trägt.

Hinzu kommt aus ökologischer Sicht auch, dass die Herstellung einer solchen Batterie so viel CO 2 verbraucht, dass man ein Benzinauto
JAHRE lang fahren könnte bis man auf den gleichen Wert käme, aber das ist ein anderes Thema.
:thumbup:

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:sekt:

35

Freitag, 19. Januar 2018, 22:58

Das ist so viel starke aber unfundierte Meinung, dass es mich direkt zur Anmeldung bewegt.

Zitat

Wie bei anderen Fahrzeugen auch, verbraucht der Elektromotor auf Landstraßen und Autobahnen,

weniger, sodass im normalen Innerortsbetrieb die auf dem Tacho angezeigte Reichweite bei weitem nicht erreicht werden kann
Ich bezweifle, dass du mal Elektroauto gefahren bist. Tatsächlich sind diese für den Innenstadtbetrieb viel besser geeignet als Verbrenner. Das liegt an den Effizienzvorteilen des Elektroautos, der ohne Getriebe bei jeder Drehzahl ähnlich effizient arbeiten kann. Dass beim Bremsen zumindest ein Teil der Energie gespeichert werden kann, hilft zusätzlich. In der Stadt sind Lademöglichkeiten und die Wege nicht weit, dafür sind kleine (!) E-Autos die ökologische Möglichkeit des individuellen Verkehrs.

Hingegen wird bei Überlandfahrten ein Dieselmotor seine Stärken ausspielen können. Tatsächlich geht bei E-Autos die Reichweite gerade auf Landstraße und Autobahn in den Keller. Der Luftwiderstand sorgt hier für hohen Verbrauch. Das ist beim Benziner auch nicht viel besser, aber da merkt man es nicht, weil der die hohe Reichweite hat - und wenn man mit ihm langsam fährt, dann in der Stadt, wo er eben sehr ineffizient ist. Soviel zur Theorie - leider werden meistens große, schwere Diesel gekauft (die angebotenen Autos wachsen ständig in ihren Dimensionen), die sind auch Überland in der Praxis nicht effizient.

Zitat

Was aber nennenswert zu Buche schlägt ist, dass das Bergauffahren extrem
an der Gesamtreichweite frisst und das Bergabfahren nur extrem

wenig was zur Ladung der Batterie bei trägt."
"Extrem" ist keine fundierte Zahl. Zumindest kann der Elektromotor überhaupt einen Teil des enormen Energieaufwands des Hochfahrens wieder nutzbar machen, während beim Verbrenner alles über die Bremse zu Wärme wird. Der Wirkungsgrad der Rekuperation ist tatsächlich eher so um die 75%, das ist nicht extrem wenig, das ist schon ganz ordentlich. Allein dadurch gewinnt des E-Auto auf La Palma den Effizienzvergleich.

Die Strecken auf La Palma sind kurz, die E-Autos vergeuden nicht so viel Energie beim Hoch- und Runterfahren und über 80km/h fährt man auch selten. La Palma ist für E-Autos hervorragend geeignet - gerne mit Strom aus der Solaranlage statt aus dem Kraftwerk. Aber auch so.

Zitat

Hinzu kommt aus ökologischer Sicht auch, dass die Herstellung einer
solchen Batterie so viel CO 2 verbraucht, dass man ein Benzinauto

JAHRE lang fahren könnte bis man auf den gleichen Wert käme, aber das ist ein anderes Thema.
Auch das ist so verkürzt nicht richtig. Zum einen: Die Autos fahren ja bitte auch viele Jahre. Es muss sich über die Lebzeit eines Autos amortisieren, nicht auf die ersten drei Jahre. Das eigentliche Problem an der Behauptung ist: Auch die Herstellung der Batterien erfolgt zunehmend aus regenerativen Energien, dadurch wird das Verhältnis besser. Sehr wichtig für die Bilanz ist aber auch, wie viel Speicherkapazität denn überhaupt in so einem Wagen steckt. Die Tesla-Boliden haben große schwere Batterien, das ist nicht sehr effizient. Bei den normalen Modellen mit etwa 150km Reichweite sieht es auch schon besser aus.

Die Betrachtung des ökologischen Vorteils von E-Autos schwankt mit der Einstellung der untersuchten Parameter, deswegen ist das ja tatsächlich umstritten. Aber nur weil man einmal eine überzeugende Darstellung gelesen hat, warum sie nicht besser sind, heißt das nicht, dass das auch immer wirklich so ist.

Richtig ist aber, dass ihr Vorteil sich im Bereich von Prozenten bewegt. Es wird nur wenige Probleme der Welt lösen, wenn die ganzen Megatonnen an Verbrennern einfach durch E-Autos ersetzt werden. Aber mit Blick auf die ländliche und geographischen Struktur von La Palma würde sie hier Sinn machen.

Ich bin übrigens initial auf dieses Forum gestossen, weil ich auch sehr gerne ein E-Auto dort gemietet hätte. Nicht ausschliesslich, weil bei meinem letzten Aufenthalt die Vermieterin des Appartments zur Schlüsselübergabe mit einem i3 gefahren kam. Natürlich leider eine Ausnahme.

36

Samstag, 20. Januar 2018, 18:52

Das ist so viel starke aber unfundierte Meinung, dass es mich direkt zur Anmeldung bewegt.
Auch das ist so verkürzt nicht richtig. Zum einen: Die Autos fahren ja bitte auch viele Jahre. Es muss sich über die Lebzeit eines Autos amortisieren, nicht auf die ersten drei Jahre. Das eigentliche Problem an der Behauptung ist: Auch die Herstellung der Batterien erfolgt zunehmend aus regenerativen Energien, dadurch wird das Verhältnis besser. Sehr wichtig für die Bilanz ist aber auch, wie viel Speicherkapazität denn überhaupt in so einem Wagen steckt. Die Tesla-Boliden haben große schwere Batterien, das ist nicht sehr effizient. Bei den normalen Modellen mit etwa 150km Reichweite sieht es auch schon besser aus.

Die Betrachtung des ökologischen Vorteils von E-Autos schwankt mit der Einstellung der untersuchten Parameter, deswegen ist das ja tatsächlich umstritten. Aber nur weil man einmal eine überzeugende Darstellung gelesen hat, warum sie nicht besser sind, heißt das nicht, dass das auch immer wirklich so ist.

Richtig ist aber, dass ihr Vorteil sich im Bereich von Prozenten bewegt. Es wird nur wenige Probleme der Welt lösen, wenn die ganzen Megatonnen an Verbrennern einfach durch E-Autos ersetzt werden. Aber mit Blick auf die ländliche und geographischen Struktur von La Palma würde sie hier Sinn machen.

Ich bin übrigens initial auf dieses Forum gestossen, weil ich auch sehr gerne ein E-Auto dort gemietet hätte. Nicht ausschliesslich, weil bei meinem letzten Aufenthalt die Vermieterin des Appartments zur Schlüsselübergabe mit einem i3 gefahren kam. Natürlich leider eine Ausnahme.


Pro Kilowattstunde Akku-Kapazität fallen dort laut einer aktuellen Studie des schwedischen Forschungsinstituts IVL 159 Kilogramm CO2 an. Ein solches Auto müsste man demnach rund acht Jahre fahren, damit es sich hinsichtlich der CO2-Bilanz in Relation zu einem normalen Verbrenner rechnet. Zum Vergleich: In Schweden, wo vor allem Kernenergie, Biomasse und Wasserkraft genutzt werden, wären es gerade einmal sieben Kilogramm. Und selbst bei einer Produktion in Deutschland dürfte die Klimabilanz deutlich besser ausfallen als für chinesische Modelle.

https://www.n-tv.de/auto/Das-E-Auto-ist-…le20223622.html

Escubic

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37

Samstag, 20. Januar 2018, 20:27

ich gehe gar nicht auf die unfundierten Kommentare ein.

Hier noch ein paar Zahlen aus der Praxis (2200 km in 14 Tagen):

Mein Verbrauch bei im Schnitt 0 °C Außentemperatur war netto (=am Motor gemessen) 16,8 kWh / 100 km.
Brutto (=am Stromanschluss gemessen) muss man etwa 10% aufschlagen (Ladeverluste).

Ich konnte jede Nacht ganz problemlos nachladen.

Die Rekuperation beim Bergabfahren war sicher im Bereich von 75%, wenn nicht gar höher. Also 3/4 der Energie
die ansonsten beim Bremsen verloren geht wiedergewonnen. Das ist für La Palma eine extrem wichtige Erkenntnis.

Zu den Kosten:

Auf La Palma kostet 1 kWh im Nachttarif ca. 7 ct/kWh, im "Supervalle"-Tarif sogar noch weniger. Macht
etwa 1,30 € / 100 km bei einem Verbrauch wie im Winter in Deutschland.

Da La Palma wärmer ist als der Winter in D, also keine Energie zum Heizen draufgeht (ca. 2 kWh/100 km),
da die Rekuperation tatsächlich funktioniert und da die gefahrenen Geschwindigkeiten auf La Palma viel geringer sind als
in D (Verbrauch/Stunde durch den Luftwiderstand ~v³ also 10% langsamer fahren spart 30% Energie pro Zeiteinheit bzw. 20% pro
Streckeneinheit) wird der tatsächliche Verbrauch auf La Palma eher geringer sein, trotz Bergen.

In meinem Benzin-Audi verbrauche ich auf La Palma ca. 12 Liter/100 km Benzin (statt der angeblich laut Audi ausgewiesenen
6-7 Litern). Das macht bei 1,10 €/Liter etwa 13,20 €/100 km. Das ist also etwa 12 € teurer als mit Elektro.

Nach 275.000 km (mein aktueller km-Stand) sind das 33.000 € Ersparnis, nur das Benzin gerechnet. Bei eigener Stromproduktion per Solar nochmal 10% mehr. Und angeblich brauchen Elektroautos ja fast nie in die Werkstatt.

Ein E-Auto ist also - zumindestens auf den Kanaren - bereits deutlich billiger in der Nutzung als ein Benzinauto.


Auch hinsichtlich des eingesetzten Kraftstoffs gibt es einen Vorteil: Mein Audi verbraucht 12 Liter / 100 km in der La Palma-Praxis.
Das sind ca. 100 kWh thermische Energie / 100 km.

Für die Produktion der im E-Auto für dieselbe Strecke benötigten elektrischen Energie (16,8 kWh) müssen im Kraftwerk etwa
das 3-fache an thermischer Energie aufgewandt werden, also ca. 50 kWh im Form des Brennstoffs "Schweröl / Diesel".
Einsparung also etwa 50%.

38

Samstag, 20. Januar 2018, 21:55

ich gehe gar nicht auf die unfundierten Kommentare ein.

Hier noch ein paar Zahlen aus der Praxis (2200 km in 14 Tagen):

Mein Verbrauch bei im Schnitt 0 °C Außentemperatur war netto (=am Motor gemessen) 16,8 kWh / 100 km.
Brutto (=am Stromanschluss gemessen) muss man etwa 10% aufschlagen (Ladeverluste).

Ich konnte jede Nacht ganz problemlos nachladen.

Die Rekuperation beim Bergabfahren war sicher im Bereich von 75%, wenn nicht gar höher. Also 3/4 der Energie
die ansonsten beim Bremsen verloren geht wiedergewonnen. Das ist für La Palma eine extrem wichtige Erkenntnis.

Zu den Kosten:

Auf La Palma kostet 1 kWh im Nachttarif ca. 7 ct/kWh, im "Supervalle"-Tarif sogar noch weniger. Macht
etwa 1,30 € / 100 km bei einem Verbrauch wie im Winter in Deutschland.

Da La Palma wärmer ist als der Winter in D, also keine Energie zum Heizen draufgeht (ca. 2 kWh/100 km),
da die Rekuperation tatsächlich funktioniert und da die gefahrenen Geschwindigkeiten auf La Palma viel geringer sind als
in D (Verbrauch/Stunde durch den Luftwiderstand ~v³ also 10% langsamer fahren spart 30% Energie pro Zeiteinheit bzw. 20% pro
Streckeneinheit) wird der tatsächliche Verbrauch auf La Palma eher geringer sein, trotz Bergen.

In meinem Benzin-Audi verbrauche ich auf La Palma ca. 12 Liter/100 km Benzin (statt der angeblich laut Audi ausgewiesenen
6-7 Litern). Das macht bei 1,10 €/Liter etwa 13,20 €/100 km. Das ist also etwa 12 € teurer als mit Elektro.

Nach 275.000 km (mein aktueller km-Stand) sind das 33.000 € Ersparnis, nur das Benzin gerechnet. Bei eigener Stromproduktion per Solar nochmal 10% mehr. Und angeblich brauchen Elektroautos ja fast nie in die Werkstatt.

Ein E-Auto ist also - zumindestens auf den Kanaren - bereits deutlich billiger in der Nutzung als ein Benzinauto.


Auch hinsichtlich des eingesetzten Kraftstoffs gibt es einen Vorteil: Mein Audi verbraucht 12 Liter / 100 km in der La Palma-Praxis.
Das sind ca. 100 kWh thermische Energie / 100 km.

Für die Produktion der im E-Auto für dieselbe Strecke benötigten elektrischen Energie (16,8 kWh) müssen im Kraftwerk etwa
das 3-fache an thermischer Energie aufgewandt werden, also ca. 50 kWh im Form des Brennstoffs "Schweröl / Diesel".
Einsparung also etwa 50%.


ich weiss ja nicht wen du jetzt den unfundierten kommentar unterstellst, sollte ich gemeint sein so war das ein artikel auf n-tv und da ging es nicht darum was ersparnisse sind sondern faktisch nur um die co2 bilanz!!!!

und wenn dein audi 12l braucht solltest wohl umdenken und was kleineres holen.

aber du hast leider immer noch nicht begriffen, dass für den großteil der einwohner und sicher auch ein großer anteil der touristen ein gebrauch eines e-autos nicht in betracht kommt, da diese den wagen einfach nicht laden können.

und wie max auch bereits geschrieben hat, wer zahlt dann den strom wenn der tourist jede nacht sein auto lädt am ferienhaus? und wenn man jetzt massiv Ladestationen bauen würde( in den TG der Häuser ) ist es fraglich ob das stromnetz das dann wieder mitmacht.

zum nachttarif sage ich dann nur soviel, sollte der dann dratsisch nach oben gehen durch ladestationen, dann wird der preis dann aber schnell angehoben werden.

vg

39

Samstag, 20. Januar 2018, 22:12

Naja, der ntv-Bericht ist nicht unfundiert, aber trotzdem sind das keine bedingungslos wahren Aussagen.

1. Wenn das Auto nach 8 Jahren besser ist, dann ist es besser, da Autos eine längere Lebzeit haben. Es muss sich über dessen Lebzeit rechnen. Selbst wenn es so stimmt, spricht das nicht automatisch gegen E-Autos.
2. Die Schlussfolgerungen des Artikels basieren wieder einmal auf Parametern, die aber nicht zwingend richtig sind. So wird angenommen, dass Batterien für Deutsche Hersteller aus China gekauft werden. Das muss nicht zwingend richtig sein - und genauso wenig muss man ein E-Auto bei einem deutschen Hersteller kaufen.
3. Die Studie wird zwar erwähnt, aber nicht verlinkt. Fraglich sind auch hier allerhand Parameter. Was ist ein zum Vergleich herangezogener "normaler" Verbrenner. Und von welchem Strommix gehen die Autoren aus? Vermutlich steht das E-Auto schnell besser dar, wenn es mit Öko-Strom geladen wird.
4. Ich weiß auch nicht, ob eingerechnet wird, dass der Rest des E-Autos mit Ausnahme der Batterie weniger aufwendig zu produzieren ist, als ein ganzer Verbrenner.

All diese beliebig einstellbaren Parameter können zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Und es gibt verbrennerfreundliche Lobbys die sie gerne sehr negativ einstellen.

Die Feststellung, dass sich ein E-Auto auf La Palma lohnt, kann man auch treffen, ohne gleich an die komplette Umstellung des Automobilverkehrs dort zu denken. Falls jemand sich fragt, ob es Sinn macht, ein E-Auto auf La Palma einzusetzen, ist die Schlussfolgerung: Ja. Und dem werden nicht auf einmal tausende folgen, sondern höchstens einzelne, wenn sie eine Lademöglichkeit haben.

Sportschütze

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40

Sonntag, 21. Januar 2018, 10:02

Ich möchte nur höflich auf die Tatsache hinweisen, dass wohl die
Batterie eventuell NICHT die 8 Jahre durchhalten wird und somit
das teuerste Teil des Fahrzeuges und auch das Teil welches bei
der Herstellung die Umwelt am meisten belastet, neu gebaut und
gekauft werden muss.

Bevor jetzt wieder einer kommt mit dem "Fachwissen" :

Die Hersteller der Batterien lehnten es gegenüber den Herstellern
der Fahrzeuge bisher ab eine "Haltbarkeitsgarantie" über 4 Jahre
hinaus zu geben. Und auch Versicherungen lehnen es aktuell ab
dieses Teil längere Zeit mit zu versichern.

Ich möchte ein E -Auto nicht schlecht reden und ich finde persönlich
es auch gut nach Alternativen zu den Verbrennungsmotoren zu suchen,
auch die Industrie schon wesentlich weiter in dieser Hinsicht als es
zu Anfang mal ausgesehen hat, aber eben noch nicht zu 100 %
alltagstauglich.
:thumbup:

Lebe das Leben und sei mit dem zufrieden was du hast.
Mehr als das braucht man nicht um leben zu können

:sekt:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sportschütze« (21. Januar 2018, 10:29)



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