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Anhaltinerin

unregistriert

21

Samstag, 13. Januar 2018, 12:09

Hier ist die Zicke, nehme ich als KOmpliment, bevor ich hier aus diesem Forum verschwinde.
Ja Claus, es ist ein sehr großes Thema, was viel Wirr Warr schafft aber nun weiß ich genau bescheid.
Das Finanzamt in Neubrandenburg sagt, es gibt diesen Antrag nicht mehr durch das neue Gesetz. D.h. für uns, alles hier versteuern, was eineige Tausend Euro im Jahr ausmacht, wie du schon festgestellt hast.
Und wenn du dann noch Eigentum in Deutschland vorher verkauft hast und dann welches verkaufen willst, stehst schon ziemlich dumm da,. Keine 10 Jahresfrist, nix mehr. Der Gewinn wird hier komplatt versteuert.
Also wer zahlt da zigtausende freiwillig an Spanien, wenn es nicht sein muß, der meldet sich, den gratuliere ich.
Ich kenne keinen Rentner aus Deutschland hier, der hier alles versteuert..Jetzt weiß ich auch warum.. :P Oder du Gerold? Nix für ungut.
Also nix von Moral und sonst dergleichen. Ich zahle gern Steuern aber sicher nicht an Unsummen . Darum gehen auch immer mehr und mehr Rentner zurück.
Warum soll ich hier mehr Steuern zahlen als in Deutschland. Hier nutzt man doch auch nicht mehr als in Deutschland.Aber das muß jeder selber wissen .

Also allen noch viel Spaß hier im Forum und auf der Insel, alles Gute für Euch

Die Zicke

22

Samstag, 13. Januar 2018, 13:15

Hallo Anhalterin,

das es den Antrag nicht mehr gibt stimmt sicherlich nicht. Neubrandenburg ist ja auch nur für Dich zuständig, wenn die keine "beschränkt" steuerpflichtigen Einkünfte mehr hast - also haben die auch nicht wirklich viel Ahnung von dem Antrag. Bei mir ist mein altes Finanzamt weiterhin zuständig und die kennen den Antrag auch genau und praktizieren das bis heute. Es wird leider zu schnell und zuviel Blödsinn zu diesen Themen geschrieben ...

Das mit dem Verkauf der Immobilie in Deutschland nach dem Wegzug ist aber ein guter Hinweis. Wenn man die nicht vor dem steuerlichen Umzug verkauft, dann kann das wirklich blöd ausgehen. Ich hatte einen Verlust und kann den sogar hier in Spanien von den Zinseinkünften in kleinen Teilbeträgen abziehen.

Sich hier nicht als steuerlicher Resident zu verhalten, obwohl man hier fest lebt, ist purer Wahnsinn. Mir wurde das auch von einem Steuerberater aus La Palma empfohlen. Alleine die Nichtabgabe des Modelo 720 kann einen teuer zu stehen kommen. Auch sind die Zuschläge auf die Steuerbeträge, welche erst nach Aufforderung durch das spanische Finanzamt erklärt und entrichtet werden, recht üppig:
50 % Strafzuschlag
+ 5 % oder 10 % oder 20 % (5 % nach 6 Monaten "Verspätung", 10 % nach 12 Monaten "Verspätung" und 20 % nach 24 Monaten "Verspätung")
+ 3 % Zinsen pro Jahr

Aber jeder wie er will oder besser wie er sich traut.

Gruß Claus

Gerold

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23

Samstag, 13. Januar 2018, 21:07

@Claus

Sich hier nicht als steuerlicher Resident zu verhalten, obwohl man hier fest lebt, ist purer Wahnsinn.

:thumbup:

@Anhaltinerin

Jetzt hast du ja zum zweiten Mal hier gekündigt. Deshalb nur so viel: Wann, wo und wieviel hier jemand Steuern zahlt, geht dich eigentlich herzlich wenig an. Aber ich kann dir bestätigen, dass wir Steuern sowohl in Deutschland als auch hier bezahlen, und zwar in vollkommener Übereinstimmung mit dem Deutsch-Spanischen Doppelbesteuerungsabkommen und den spanischen und den deutschen Steuergesetzen. Wir schlafen deshalb hervorragend und können uns hier anderen, schöneren Dingen zuwenden anstatt nach Steuerschlupflöchern zu suchen.

Übrigens gehört zu den Pflichten eines steuerpflichtigen Residenten (also nach 182 Tagen) auch das von Claus erwähnte Modelo 720, mit dem du dein gesamtes im Ausland befindliches Vermögen (Immobilien, Geld, Aktien etc.) bis zum 31. März jeden Jahres in Spanien genauestens deklarieren musst. Tust du das nicht, wird dich der spanische Staat arm machen. Tust du das unvollständig oder fehlerhaft, bist du hinterher zumindest erheblich ärmer. Also- die Zeit drängt!

Ceterum censeo: wer glaubt, in einem Forum "Tips" zu bekommen, wie man Steuern "optimiert", ist auf dem Holzweg. Prinzipiell darf hier gar keine Rechtsberatung stattfinden. Es können lediglich User von eigenen Erfahrungen berichten; wenn der/die Fragesteller/in damit nicht zufrieden ist, soll er/sie seine Fragen halt woanders stellen. Oder -und das ist mein letzter Rat- sich einen erfahrenen Steuerberater suchen, der sowohl in D als auch in ES im Steuerrecht bewandert ist.

Oder zurück gehen.
.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

Gerold

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Beiträge: 513

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24

Samstag, 13. Januar 2018, 23:00

@Claus

Das Thema beginnt mich zu interessieren. Worin liegt denn der Vorteil der unbeschränkten Steuerpflicht im Gegensatz zur beschränkten (also ohne Freibeträge) in D für einen Residenten in Spanien? Als in Spanien Steuerpflichtiger muss ich ja mein gesamtes Welteinkommen, also auch meine Rente, hier voll versteuern, mit den niedrigeren hiesigen Freibeträgen. Die Hacienda zieht aber von meiner Steuer die in Deutschland gezahlten Beträge (auch zB für Mieteinnahmen in D) ab. Habe ich in D also mehr bezahlt, wird mir hier auch mehr angerechnet. Lt. DBA D/ES muss eine Rente, die ab 2015 gezahlt wird, in D mit 5% versteuert werden. Auch diese Steuer wird mir hier angerechnet. Im Ergebnis lohnt sich imho der ganze Aufwand nicht für die paar Euronen, die ich vielleicht sparen kann. Ich finde einfach, es gibt nettere Dinge zu tun. Und geilere Gefühle als Geiz. :rolleyes:
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gerold« (14. Januar 2018, 23:27)


25

Sonntag, 14. Januar 2018, 00:52

Habe ich in D also mehr bezahlt, wird mir hier auch mehr angerechnet

Habe mich auch gefragt, worin denn unterm Strich der Vorteil liegt, wenn in Deutschland weniger Steuern gezahlt werden, aber dafür dann in Spanien nach Adam Riese umso mehr.

Das wäre doch nur dann vorteilhaft, wenn Spanien auf eine Besteuerung verzichtet, sofern - wie im Thread erwähnt - 90% des Einkommens in D-Land erzielt wird - und vice versa, oder bin ich da auf dem Holzweg? Vielleicht gibt es so eine Regelung? Kann mir kaum vorstellen, dass Deutschland im Alleingang diese 90%-Regelung anwenden kann.

claudia

Gerold

Forenkenner

Beiträge: 513

Wohnort: La Palma

Beruf: Jubilado

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26

Sonntag, 14. Januar 2018, 01:31

Das wäre doch nur dann vorteilhaft, wenn Spanien auf eine Besteuerung verzichtet, sofern - wie im Thread erwähnt - 90% des Einkommens in D-Land erzielt wird - und vice versa, oder bin ich da auf dem Holzweg?


Sí, estás en el camino de madera. ;)

Dem spanischen Finanzbeamten ist es völlig egal, ob Du in D unbeschränkt oder beschränkt bist. Ich meine steuerpflichtig. Er möchte, dass du nach 183 Tagen dein gesamtes Welteinkommen hier versteuerst. Von dem hier errechneten Betrag zieht er bei entsprechendem Nachweis die in D (oder CH oder....) gezahlten Steuern ab, je nach DBA.
Nochmal, auch für Menschen aus Sachsen-Anhalt: Auch eine unbeschränkte Steuerpflicht bei mindestens 90% des Einkommens in D ändert nichts daran, dass auch diese 90% hier in Spanien, da Welteinkommen, versteuert werden müssen.

Dass die Hacienda der Anhaltinerin nicht bescheinigen will, dass sie hier kein Einkommen hat, liegt schlicht daran, dass die Dame hier noch keine Steuererklärung abgegeben hat. Woher sollen die freundlichen :) Finanzbeamten denn sonst wissen, ob das stimmt? Kann ja jeder behaupten.

Offen gesagt, bin ich froh darüber, dass wir uns vor unserer Migration genaueste Informationen besorgt haben. Hier aufschlagen und sich dann wundern, wie das hier läuft, finde ich nicht so prickelnd.
.
Das Leben wäre tragisch, wenn es nicht lustig wäre. (Stephen Hawking)


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